H I N W E I S E




 

Hier bringen wir aktuelle Meldungen
über Vorträge, Börsen, Exkursionen, Sammlervereine, interessante Verkaufs-Angebote
usw. - eben alles, was uns mitgeteilt wird und/oder was wir für mitteilenswert halten.

Aktueller Stand:  16. Juli 2017.

 



 


Das Leitfossil

Das "Leitfossil" ist ein Online-Magazin für Fossiliensammler, die umfassend interessiert sind. Die Beiträge erscheinen ohne festgelegten Rhytmus. Im Jahr 2011 waren es ca. 365 Beiträge (also im Durchschnitt jeden Tag ein neuer Beitrag) mit etwa 1800 Druckseiten (Internet-Explorer-Format) und rund 3200 Abbildungen.

Im Januar startet jeweils eine neue Ausgabe, weshalb man immer nur im Rhytmus des Kalenderjahres buchen kann. Ein Abonnement beginnend zu einem beliebigen Zeitpunkt im Jahr mit der Dauer eines Jahres ist nicht möglich. Das Abo umfasst immer das jeweilige Kalenderjahr. Das muss so sein, weil beim Freischalten eines Zugangs - sei dies im Januar,
im Juli oder im Dezember - ja der gesamte bisherige Bestand des laufenden Jahres zugänglich ist. Eine Trennung ist aus technischen Gründen unmöglich.

Wer spät im Jahr einsteigt, hat als Abonnent die Möglichkeit, die Jahres-CD (5 Euro) zu kaufen und hat dann alle im Verlaufe des Jahres veröffentlichten Beiträge zur ständigen Verfügung - nichts ist verloren, weil man nicht genug Zeit gefunden hatte, alles anzuschauen, und man kann beliebig nachschlagen und nachlesen.

 

 



 


Die neue Jahrgangs-CD ist da:

2016: 465 Beiträge auf 2296 Seiten (Internet-Explorer-Druckvorschau)
mit 4215 Abbildungen.

Sie haben auf dieser CD den gesamten Jahrgang 2016 zur Verfügung.

Der Versand an die Abonnenten wird in den nächsten Tage durchgeführt.

Kaufpreis für Abonnenten 5 Euro, Versand 1,70 Euro.
Kaufpreis für Nichtabonnenten 44 Euro, Versand 1,70 Euro

Bestellungen an a.e.r.fossilien@t-online.de.

 

 



Inhalt

21. Juli: Votrag von Uli Sauerborn über die Ostalb, bei den Fossilienfreunden Augsburg!  (Redaktionell; 16.7.2017)  (1 S., 7 Abb.)
Programm für die Steigenclub-Saison 2017/2018  (Redaktionell; 15.6.2017)  (1 S., 1 Abb.)
Zur derzeit etwas niederfrequenten Leitfossil-Präsentation  (Redaktionell; 29.5.2017)  (3 S., 8 Abb.)
Geologengruppe Ostalb e.V. Aalen - Sommerprogramm Mai bis Oktober 2017  (Redaktionell; 10.5.2017)  (3 S., 4 Abb.)
Veranstaltungs-Programm des Freundeskreises des Museums für Naturkunde Chemnitz  (Redaktionell; 10.5.2017)  (1 S., 1 Abb.)
Zum Kulturgutschutzgesetz in puncto Fossilien  (Redaktionell; 10.5.2017)  (2 S., 1 Abb.)
Fossilienfreunde Ausburg - das Jahres-Programm 2017  (Andreas E. Richter: 18.4.2017)  (13 S., 75 Abb.)
Jahresprogramm der Mineralien- und Fossilienfreunde Nürnberg e.V.  (Redaktionell; 19.3.2017)  (1 S., 1 Abb.)
21. Fossilien-Tauschtag in Fegersheim bei Strasbourg  (Redaktionell; 23.2.2017)  (2 S., 2 Abb.)
Sonderausstellung mit Werken von Horst Kuschel und den dazugehörigen Originalen im Werkforum des Zementwerkes Dotternhausen (21.2.-9.4.2017)  (Redaktionell; 18.2.2017)  (2 S., 2 Abb.)
Veranstaltungsprogramm des Kulturbundes Treptow - erstes Halbjahr 2017  (Redaktionell; 25.1.2017)  (1 S., 1 Abb.)
Hermann F. Stange am 20. Januar im Alter von 95 Jahren verstorben  (Gabo & Andreas E. Richter; 21.1.2017)  (1 S., 1 Abb.)


Zur Zeit sind noch die folgenden Beiträge aus älteren Jahrgängen zugänglich:

HAUFWERK.COM – ein neuer Lieferant für paläontologisches Equipment  (Redaktionell; 13.11.2016)  (3 S., 4 Abb.)
Bilderbogen zu unserer kurzen Frankreich/Spanien-Exkursion im September 2015  (Andreas E. Richer; 24.9.2015)
(4 S., 48 Abb.)
Francine Papier (1943-2016)   (Redaktionell; 23.8.2016)  (1 S., 1 Abb.)
Der siebente Band des Seeigel-Werks von Saura Vilar & García Vives: NOMOCHIRUS Nº 7: Atelostomata I
(Redaktionell; 4.7.2016)  (2 S., 6 Abb.)
Effektvolles und preiswertes Präparations-System: Die Sismos!  (Redaktionell; 8.6.2016)  (11 S., 15 Abb.)
Das Dutzend ist voll - 12 abgeschlossene Jahrgänge Leitfossil.de!  Sonderaktion!  (Redaktionell; 25.3.2016)  (1 S., 1 Abb.)
Wir sind zurück und super wars!  (Andreas E. Richter; 24.9.2015)  (5 S., 45 Abb.)
Wir waren wieder mal in den Causses!  (Andreas E. Richter; 15.10.2014)  (31 S., 88 Abb.)
Vorsicht! Betrügerische Fossil-Angebote via eMail!  (Andreas E. Richter; 1.8.2013)  (3 S.)

 

 



 


Programm für die Steigenclub-Saison 2017/2018

Redaktionell; 15. Juni 2017.

 

 



 


Zur derzeit etwas niederfrequenten Leitfossil-Präsentation

Redaktionell. 29. Mai 2017.

Dies ist eine Entschuldigung für die derzeit niedrige Beitrags-Frequenz im Leitfossil: Kellerbrand bei Richters – au weia!
Aber es wird wieder anders werden.

Wir Richters hatten am 19. April ein Erlebnis, auf das wir sehr gerne verzichtet hätten. Infolge eines „Technischen Defekts“ brannte es bei uns im Keller (Google: Kellerbrand Ifenstraße).

Beim Brand wurde das Präparatorium vernichtet mit allem, was dazu gehört, samt Sandstrahler, mehreren Druckluftsticheln und Kompressor usw. sowie auch das ganze „normale“ Werkzeug, die Arbeitstische, Schubladenschränke, Lagerregale usw.; alle Kellerräume sind verrußt, alles ist verschmutzt. Und es riecht ganz fürchterlich. Aber das ist schon besser geworden - immerhin haben wir das Haus ab Erdgeschoss nunmehr Brandgeruchs-frei und im Keller wird tüchtig gearbeitet.

Schmerzhaft ist vor allem der Verlust wohl der halben Sammlung, darunter sehr viele Abbildungs-Originale zu unseren Büchern, Artikeln und Leitfossil-Beiträgen. Die „Entschuttungs-Aktion“ füllte zwei große Container.

Wir sind nun am Säubern und Sanieren nach einer (leider nur kurzen) erholsamen Pause im Rahmen unserer Richter-Reise nach Südfrankreich.

Wir werden uns bemühen, die Beitrags-Veröffentlichungen im Leitfossil möglichst bald wieder auf die gewohnte Frequenz zu bringen. Wir bitten um Nachsicht für die derzeit etwas säumig aufeinander folgenden Publikationen.

Anbei einige Bilder vom Zustand nach dem Brand.

Im Brandraum - verbrannte Kartons, geschmolzene Kartons, Putz von der Decke gefallen und verschmortes Werkzeug.

Schutt im Brandraum.

Oben links ein Teil meiner Bernstein- und Kopal-Sammlung; rechts daneben einer der verbrannten Kartons (das Objekt oben ist eine Xenophora) (gewesen), das Bild unten links zeigt eine Cadochamoussetia aus Russland, das förmlich explodiert zu sein scheint, unten rechts eine Ardescia aus Gräfenberg, mutiert von grün zu schwarz (eigentlich auch ganz hübsch...).

Wir wünschen Ihnen, dass Ihnen niemals ein solcher Technischer Defekt zustößt!

Herzlichen Dank für die spontanen Hilfsangebote!

 

 



 


Geologengruppe Ostalb e.V. Aalen
Sommerprogramm Mai bis Oktober 2017

Redaktionell. 10.5.2017.

 

 



 


Veranstaltungs-Programm des Freundeskreises des Museums für Naturkunde Chemnitz

Redaktionell. 10.5.2017.

 

 



 


Zum Kulturgutschutzgesetz in puncto Fossilien

Redaktionell. 10.5.2017.

Auch in den einschlägigen (Fossilien-relevanten) Medien wurde vor einiger Zeit intensiv über das neue „Kulturgutschutzgesetz“ diskutiert. Dabei wurde Schlimmstes befürchtet und dabei wurden Ängste geschürt – „man wird uns unsere Fossilien wegnehmen!“.

Wir schrieben im Leitfossil.de damals nur kurz darüber und vertraten die Meinung, dass alle „normalen“ Privatsammler (natürlich gibt es Privatsammler, die von Umfang und Wert ihrer Fossilien-Sammlungen nicht mehr als „normal“ bezeichnet werden können, wobei es hier nicht um die Menge der Fosssilien geht) keinerlei Sorgen haben müssen wegen des Besitzes ihrer Fossilien.

Mittlerweile wurde das Gesetz verabschiedet und ist jedermann in Form eines Buches/PDFs zugänglich.

Wer sich umfassend über die vorläufig endgültige Fassung des neuen Kulturgutschutzgesetzes informieren möchte, kann ein Exemplar der 386-Seiten-Publikation mit dem Titel „Das neue Kulturgutschutzgesetz - Handreichung für die Praxis“ kostenfrei beim Publikationsversand der Bundesregierung bestellen. Kontakt-Informationen:

Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09, 18132 Rostock
Servicetelefon 030 18 272 272 1
Servicefax 030 18 10 272 272 1
email publikationen@bundesregierung.de

Ein Download als PDF ist hier verfügbar:

[https://www.]bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2017/2017-04-12-kgsg-handreichung.html
[eckige Klammern vor oder nach dem Einsetzen des Links entfernen]

(An die PDF-Adresse muss bei der Speicherung noch „.pdf“ angefügt werden.

Hier die Einleitung zu den Fossilien im Originaltext:

„Erläuterungen zu paläontologischen Objekten

1. Fossilien sind im Regelfall kein Kulturgut im Sinne des Gesetzes zur Neuregelung des Kulturgutschutzrechts

"Fossilien sind im Regelfall kein Kulturgut; sie sind nur dann als Kulturgut einzustufen, wenn sie einen „paläontologischen Wert“ haben (so § 2 Absatz 1 Nummer 10 KGSG): Häufig vorkommende paläontologische Objekte, die wissenschaftlich ohne Bedeutung und als „Massenware“ einzustufen sind, sind davon bewusst ausgenommen und nicht Bestandteil des in § 2 Absatz 1 Nummer 10 KGSG erwähnten „kulturellen Erbes“.

"Fossilien werden daher – von wenigen herausragenden Exemplaren abgesehen – im deutschen Recht ebenso wenig als „Kulturgut“ betrachtet wie etwa grundsätzlich auch Mineralien oder geologische Proben. Dies entspricht der Einschätzung der gemeinsamen Stellungnahme der Paläontologischen Gesellschaft, der Schweizerischen Paläontologischen Gesellschaft und der Österreichischen Paläontologischen Gesellschaft vom 13. November 2015, dass 90 Prozent aller Fossilfunde lediglich einen geringen oder gar keinen wissenschaftlichen oder kommerziellen Wert haben (siehe dort, S. 3). Auch wenn damit in Deutschland nur vereinzelt paläontologische Objekte unter den Begriff des Kulturgutes fallen, war es nötig, diese in die allgemeine Definition des Kulturgutbegriffes in § 2 des Gesetzes vor allem deshalb aufzunehmen, um EU- und völkerrechtliche Rückgabeansprüche anderer Staaten zu ermöglichen und damit EU- und völkerrechtliche Verpflichtungen Deutschlands umzusetzen.“

 

 



 


Fossilienfreunde Augsburg
Vorstellung des Jahresprogramms 2017.
Texte und Fotos von den Referenten, Zusammenstellung der Kompositions-Bilder A.E.R.

Wir treffen uns an den angegebenen Terminen (in der Regel ein Freitagabend, meist der dritte Freitag im Monat) ab 19 Uhr. Beginn der Vorträge etwa 20 Uhr 30.

Zu unserem großen Bedauern verstarb der bisherige Wirt der Sportgaststätte Hammel, Charly Brunner: Wir haben einen Freund verloren.

Treffpunkt ist vorläufig der Gasthof "Grüner Hirsch" in Aystetten (Hauptstraße 47; Aystetten liegt wenige Kilometer westlich von Hammel (westlich von Neusäß, bei Augsburg; Autobahn-Ausfahrt Adelsried).
Der Grüne Hirsch hat eine ausgezeichnete Küche und einen sehr schönen Seminarraum.

Unser Programm besteht aus Vorträgen geologisch-/paläontologischen Inhalts oder allgemein über Natur- und Landeskunde.

Kontaktadresse: Andreas E. Richter, Augsburg (a.e.r.fossilien@t-online.de; 0821-662988).

Wir freuen uns über Gäste und neue Fossilienfreunde!


Unser Freund Maximilian Schuster hat uns verlassen.

Maximilian Schuster. 8. April 1921 - 1. März 2017.

Er war ein ganz besonderer Mensch, immer frohgemut und freundlich, rundum interessiert, höchst angenehm im Umgang. Wir werden ihn gewiss nicht vergessen.


Unser Programm für das Jahr 2017:


27. Januar. 2017

Franz Tausch, Thierhaupten:
Ein Fossilquiz. Welches Fossil gehört in welche Schicht?

Eine Zusammenstellung an Fossilien (echte) muss in den stratigraphischen Bezug gebracht werden. Was manchmal ganz schön problematisch sein kann! Aber das Nachdenken lohnt sich – es gibt schöne Fossilpreise. Souveräner Sieger mit der höchsten Punktzahl war Bernhard Sebald (Bild rechts unten).

Anschließend Diskussion und Besprechung des Jahresprogramms.


17. Februar 2017

Andreas E. Richter, Augsburg:
Brachiopoden sind keine Muscheln!

Begriffsklärung und allerlei Wissenswertes zu diesen „Mauerblümchen der Fossiliensammler“.


17. März 2017

Dr. Hans-Joachim Gregor, Olching:
Durch die libysche Wüste!

Zweimal Libyen, zweimal in Ghadafis Land, zweimal in einmaliger Geologie, zweimal Land und Leute kennen und schätzen gelernt. Wochenlang durch Libyen war eine einmalige Erfahrung. Freiliegende Geologie wegen mangelnden Bewuchses, großer Fossilreichtum, Gastfreundschaften, der Aleman als Freund seit Rommels Zeiten, reiche Geschichte von den Garamanten bis zu den Römern. Karges Land, Sand, Wasserknappheit, deutsche Kühe auf grünem Rasen – in der Wüste! Kambrium, Kreide, Eozän und Mio-Pliozän – alles Lieblingsschichten des Referenten – und dann die Messinkrise im Obermiozän! Was will man mehr?


21. April 2017

Dr. Günter Schweigert, Stuttgart:
Der Nusplinger Plattenkalk – große und kleine Highlights aus 25 Jahren Grabung.

Das einzige fossilführende Plattenkalkvorkommen der Schwäbischen Alb befindet sich auf 900 Metern Meereshöhe bei der Ortschaft Nusplingen im Zollernalbkreis. Trotz einiger bedeutender historischer Funde (z.B. Flugsaurier, Meereskrokodile) aus dem 19. Jahrhundert blieb es lange im Schatten der Solnhofener Plattenkalke. Seit 1993 gräbt ein Team des Stuttgarter Naturkundemuseums dort gezielt mit wissenschaftlichen Fragestellungen. Gegenüber früher wesentlich verbesserten Präparationstechniken, der nötigen Erfahrung, Geduld, Sorgfalt und nicht zuletzt mit etwas Glück gelang es, die Kenntnis über die Fossilführung erheblich zu erweitern und das Vorkommen zu Weltgeltung zu bringen. Über 450 verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren sind von dort inzwischen bekannt, manche freilich nur als Fragmente oder Unikate. Das Spektrum reicht von mikroskopisch kleinen Einzellern bis zu den Zähnen meterlanger Krokodile.

Und jedes Jahr gelingen – selbst nach 25 Jahren Grabung – immer noch neue Nachweise. Vom „Leitfossil“ des Nusplinger Plattenkalks, dem Meerengel Pseudorhina acanthoderma, liegen mittlerweile 25 Neufunde vor. Gerade in den letzten Jahren gelangen mehrere spektakuläre Funde von Schmelzschuppern und anderen Fischen. Aber auch auf den ersten Blick eher unscheinbaren Fossilien wie Ammoniten, Belemniten, Muscheln oder Spurenfossilien wird die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, denn nur so kann der einstige Lebensraum in und um die Lagune verlässlich rekonstruiert werden.  


26. Mai 2017

Claudia Lang, Augsburg:
Farbenpracht und Lebensfreude – eine Reise durch den Süden Indiens.

Südindien. Fast ein Gegenentwurf zum Norden des Subkontinents: Üppige Vegetation, schicke Mittelklasse-Häuser statt Maharadja-Paläste und Armut, herrliche Natur und viel Ayurveda. Die Referentin entführt uns in die Farbenpracht und Lebensfreude Indiens, zeigt Einblicke in die reiche Kultur des Südens und das tägliche Leben der liebenswürdigen Menschen von Kerala und Karnathaka.


23. Juni 2017

Bernhard Sebald, Dinkelscherben:
Vom Giant's Causseway bis zum Book of Kells.

„Giant´s Causeway" - 37000 Basaltsäulen in unterschiedlichen Höhen ragen legendenumrahmt aus dem Meer; im eindrucksvollen „Amphitheater" sind die Säulen bis zu 24 Meter hoch – ein geologisches Erlebnis der ganz besonderen Art! Connemara und Kylemore Abbey, Cliffs of Moher und der Ring of Kerry (eine spektakuläre Küstenstraße) und natürlich auch ein Blick auf Dublin mit dem Besuch der St. Patrick´s Cathedral und der grandiosen Bibliothek im Trinity College mit dem „Book of Kells" und dem „Long Room“. Fahren wir zur Grünen Insel!


21. Juli 2017

Uli Sauerborn, Aalen:
Die Schwäbische Alb – Wanderungen auf der Ostalb.

Geologische An- und Aussichten über und von der Schwäbischen Alb und zwar ganz konkret der schönen „Ostalb“. Wir sehen großartige Bilder verbunden mit gut verständlichen und interessanten Erläuterungen über den östlichen Bereich der Alb, die mit der Riesalb am Nördlinger Ries endet. Der Referent wird uns natürlich auch einiges über Fossilien erzählen, viel über die verschiedenen Landschafts-Typen der Alb, über Felsen und Burgen. Dies alles geschöpft aus einem enormen Wissens-Fundus und mit Begeisterung vorgetragen.


1. September 2017

Dr. Mike Reich, München:
Die Fauna und Flora der Rügener Schreibkreide.

Die majestätischen Kreidefelsen an der Küste der Insel Rügen, Ostsee, haben schon lange das Interesse von Reisenden, Künstlern und auch Wissenschaftlern auf sich gezogen. Durch die mehr als 200 Jahre zurückreichende, intensive paläontologische Forschung gehört die Rügener Schreibkreide heute zu den faunistisch am besten bearbeiteten Oberkreide-Vorkommen der Welt. Mehr als 1400 Arten sind bisher von den Strand- und Tagebau-Aufschlüssen der Insel bekannt geworden. Darüber hinaus ist sie Typuslokalität einer großen Anzahl fossiler Arten mariner Tie re und Pflanzen der Oberkreide. Der Vortrag gibt unter anderem Auskunft zu: Wann und wie wurde die Rügener Schreibkreide gebildet, und welche „Versteinerungen“ birgt sie und was sagen sie uns ?!


7. Oktober 2017

Uwe Ryck, Oderding:
Geologisch-museologisch-önologische- Exkursion in den Pfaffenwinkel.

Bild-Vorschau erscheint in Kürze!

Wir fahren nach Polling, um unter der Führung von Uwe Ryck junge und jüngste Fossilbildungen zu sammeln bzw. zu beobachten. Im Lindner-Steinbruch studieren wir die quartären Tuffkalke und sammeln die enthaltenen Fossilien von Schnecken bis zu Pflanzenresten, den allerersten Schritt auf dem Weg zum Fossil aber beobachten wir im berühmten Paterzeller Eibenwald. Das nötige theoretische Rüstzeug holen wir uns vorher beim Besuch des ausgesprochen schönen Pollinger Museums und die frohe Stimmung gewinnen wir bei einer (ganz kleinen) Weinprobe bei der Weinbruderschaft. Liebenswürdigerweise wird uns mittags Mirl Ryck mit Leberkäs und einem bayerischen Kartoffelsalat bewirten – öha! Der Abschluss des Tages ist der Besuch des Klosters Wessobrunn mit grandiosen Stuckarbeiten.


27. Oktober 2017

Dr. Ralf Krause, Hamburg:
Mit Schliff und Politur – Fossilien einmal anders.

Wer einmal Fossilien aus einer ungewohnten Perspektive erleben möchte, der sollte einige seiner Lieblinge sägen, schleifen und polieren. Auf diese Weise schafft man Sammlungsstücke von hohem ästhetischem Reiz. Anschliffe vermitteln darüber hinaus überraschende Einsichten in das Innenleben vieler Fossilien, die der Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen verhelfen und manchmal zur Bestimmung notwendig sind. Die Anfertigung von Schliffen inklusive Politur mit einfachen Mitteln wird anhand von anschaulichen Bildern Schritt für Schritt vorgestellt. Zahlreiche geschliffene Fossilien in vielen unterschiedlichen Formen sowohl aus dem Pflanzen- und Tierreich sind in dieser Präsentation zu sehen.


17. November 2017

Dr. Christoph Schindler, Haßfurt:
Co-legere – gemeinsam sammeln.
Josef Kehl im Spiegel seines Briefwechsels mit bedeutenden Paläontologen.

Vor 50 Jahren verstarb der Haßfurter Josef Kehl. Er war höchst interessiert an der Erdgeschichte Frankens, ganz speziell des Keupers. Seine umfangreiche regionale Fossiliensammlung wurde 2011 in die Bayerische Staatssammlung für Historische Geologie und Paläontologie integriert . Darunter sind unter anderem einige Species, die nach F undorten seiner Heimat (z.B. Brachychirotherium hassfurtense ) benannt sind . Kehl korrespondierte in den 19 30er bis 19 60er Jahren mit der Crème de la Crème der deutschen (europäischen) Paläontologie, wobei die damaligen Gelehrten den bescheidenen Malermeister stets ernst nahmen, kontinuierlich ermunterten un d ihn auch besuchten, D ie erhaltenen Briefe enthalten nicht nur Erstaunliches zur Erforschungsgeschichte der Urzeit unserer Heimat, sondern auch mitunter kuriose oder anrührende Lebenszeugnisse aus der Gelehrtenwelt dieser Zeit.


8. Dezember 2017

Uli Lieven, Bedburg:
Fossile Früchte und Samen eines Massen-Vorkommens der Mastixiodeen-Flora.

Zum Jahreswechsel 2015/2016 wurden im Tagebau Inden der RWE Power AG ein extremes Massen-Vorkommen der so genannten Mastixiodeen-Flora aus dem oberen Miozän entdeckt. Bei einer Tagebau-Befahrung fand der Referent eine großräumige linsenförmige Einspülung, die zum überwiegenden Teil aus diversen Früchten und Samen bestand: Eomastixia, Koniferen-Zapfen, Magnolia, Mastixia, Pallioporia, Sequoien-Zapfen, Sphenothec a, Symplocos, Tectocarya.


Abschließend noch einige salbungsvolle Worte zum Jahres-Ausklang.


Die Fossilienfreunde Augsburg

 

 



 


Jahresprogramm der Mineralien- und Fossilienfreunde Nürnberg e.V.
Redaktionell. 19. März 2017.

Gäste sind herzlich willkommen!

 

 



 


21. Fossilien-Tauschtag in Fegersheim bei Strasbourg

 

 



 


Sonderausstellung mit Werken von Horst Kuschel und den dazugehörigen Originalen im Werkforum des Zementwerkes Dotternhausen (21.2.-9.4.2017)

Redaktionell. 18.2.2017.

 

 



 


Veranstaltungsprogramm des Kulturbundes Treptow - erstes Halbjahr 2017

Redaktionell. 25.1.2017.

 

 



 


Am Morgen des 20. Januar verstarb unerwartet Hermann F. Stange im Alter von 95 Jahren.

Wir kannten ihn seit 1980. Er war uns ein höchst geschätzter Freund, mit dem wir immer gerne zusammen waren und dessen Gesellschaft niemals langweilig war.

Wir verloren einen Menschen, wie es nicht viele gibt. Er wird weiterleben in unseren Gedanken und Gesprächen.

Er war ein Mensch von besonderer Art, bis zuletzt geistig hochaktiv, vielseitig interessiert
und vielseitig tätig. Er war wie wir Fossiliensammler und betrieb das Steckenpferd mit
Eifer und Intelligenz, führte auch ein Seniorenstudium der Geologie durch, um das Handwerkszeug zur Erkennung und Deutung der Natur in die Hände zu bekommen.

Seiner Frau Edith sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus.
Wir wünschen ihr Kraft und Mut!

 

 

 

 

 

 




 


HAUFWERK.COM – ein neuer Lieferant für paläontologisches Equipment

Redaktionell. 13.11.2016.

Jeder Sammler weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, das richtige Equipment ausfindig zu machen und zu bekommen. Händler, die zu vernünftigen Preisen wirklich all das anbieten, was der Sammler und Präparator benötigt, gibt es nicht.

Diese Lücke versucht nun HAUFWERK.COM, der neue Online-Shop für paläontologische Sammler und Präparatoren, zu schließen. HAUFWERK bietet ein praxiserprobtes Sortiment an Werkzeugen, Zubehör und Materialien für alle Aspekte der Geländearbeit sowie der Präparation und der Präsentation von Fossilien an. Dabei fokussiert man sich auf ausgewählte Produkte, welche die Gründer der Firma selbst gern und erfolgreich nutzen. Wichtig dabei sind hochwertige Verarbeitung und optimales Handling – billige Produkte aus China findet man hier eher nicht. HAUFWERK ist noch ein junges Projekt und das Sortiment hat deshalb noch Lücken, es wird jedoch zusehends größer und vollständiger.

Das Team von HAUFWERK beim ersten Auftritt auf der Fossilienbörse in Leinfelden-Echterdingen im März 2016.
Foto Sönke Simonsen.

Der studierte Paläontologe Frank Siegel (Berlin) und Thomas Billert (Jena), die beiden Köpfe hinter HAUFWERK, sind seit vielen Jahren leidenschaftliche Sammler und Präparatoren. Sie verstehen sich sowohl als ein Teil der Sammler-Community als auch der etablierten Paläontologie – so wächst das erprobte Angebot durch Kunden, Bekannte und Freunde.

Oben links: Frank Siegel untersucht eine Schichtfläche im Unteren Muschelkalk von Rüdersdorf bei Berlin. Steckt da vielleicht irgendwo eine Beneckeia buchi?
Oben rechts: Thomas Billert freut sich über einen mit viel Kraft und Feingefühl aus einem großen Block geborgenen Zahn von Placodus gigas aus dem Unteren Muschelkalk (Terebratelbank) von Jena.

Falls Sie auf der Suche nach Spezialanfertigungen sind, freuen sich die beiden immer über Ihre Anfrage. Genauso natürlich auch, wenn Sie eine Idee für ein Produkt haben, selbst etwas herstellen oder Produkte kennen, die Sie gern im Angebot von HAUFWERK sehen würden.

Neben der Ausrüstung bietet HAUFWERK auch Auftragspräparation an. Damit Sie nicht „die Katze im Sack kaufen“, werden solche Aufträge individuell und transparent abgewickelt: bei jedem Auftrag wird der Kunde in den Präparationsfortschritt einbezogen und gemeinsam der Endpreis kalkuliert. Egal, ob Präparation für den maximalen Schaueffekt oder für die wissenschaftliche Auswertung: Ihre Fossilien sind bei HAUFWERK in professionellen Händen.

eMail: info@haufwerk.com

 

 



 

Francine Papier (1943-2016)

Wir erfuhren gerade vom Tod von Dr. Francine Papier, geborene Marchal, einer liebenswerten und allgemein sehr geschätzten Dame, die in den Kreisen der französischen und deutschen Fossiliensammler gut bekannt war. Sie verstarb im Juli, nur wenig nach dem Börsenbesuch in Sainte-Marie-aux-Mines im Elsass. Dort war sie jedes Jahr und sie wirkte dieses Jahr wie immer, wie in all den vergangenen Jahren.

Sie war Fossiliensammlerin mit Leib und Seele. Man traf sie auf den Münchner Mineralientagen, von Anfang an auch auf der Petrefakta in Leinfelden-Echterdingen und immer im Juni in Saint-Marie. Wir hatten das Vergnügen, bei einer Richter-Reise im Jahr 1993 von ihr geführt zu werden, ganz speziell im „Gres de Vosges“, im Vogesen-Sandstein. Sie liebte Fossilien aus ganz bestimmten Lokalitäten. So hatte es ihr Bundenbach angetan, aber auch die Plattenkalke der Südlichen Frankenalb, die Nattheimer Korallenriff-Fazies umd ganz besonders auch die oligozänen Plattenkalke der Provence (Stichwort Céreste)… Sie kannte viele Fundstellen, die sie auch gerne weitergab, sie half mit Rat und Tat, wann immer sie konnte. Es war stets ein Vergnügen, mit ihr plaudern zu können. In ihrer sympathischen und ruhigen Art machte sie einem manches klar, was man nicht verstanden hatte.

Sie stammte aus Colmar und wohnte lange Zeit in Wolfisheim nahe Strasbourg. Vor einigen Jahren – seit der Pensionierung ihres Mannes – erfüllten sich Francine und ihr Mann Gérard einen lange gehegten Traum und kauften sich ein Haus in der Provence, in Sonne und mediterraner Umgebung. Und inmitten der geliebten Fossilien!

Zur Börse in Sainte-Marie-aux-Mines kamen die beiden regelmäßig, erst aus Wolfisheim, in letzter Zeit sogar aus der Provence, und ihr Tisch war immer gut für interessante Fossilien.

Von Beruf war sie Apothekerin. Ihre langjährige Beschäftigung mit den Fossilien und ihr immenses paläontologisches Wissen ermöglichte ihr die Promotion mit einer Arbeit über die Insekten des Bundsandsteins der Vogesen. Den Doktor-Titel trug sie mit Bescheidenheit, ohne Eitelkeit und Betonung.

Wir werden sie gewiss nicht vergessen!

Francine Papier im September 2010 bei einer Exkursion in der Kreide der Provence. Foto Heidi Friedhoff.


Einige Werke, die sie geschrieben oder an denen Sie mitgearbeitet hatte:

MARCHAL-PAPIER, F. (1998): Les insectes du Buntsandstein des Vosges (NE de la France). Biodiversité et contribution aux modalités de la crise biologique du Permo-Trias. - Thèse Université Louis Pasteur, 177 S., 30 Taf. - Strasbourg.
PAPIER, F. & L. GRAUVOGEL-STAMM, L. (1995): Les Blattodea du Trias: le genre Voltziablatta n. gen. du Buntsandstein supérieur des Vosges (France). - Palaeontographica, (A) 235 /4–6, S. 141–162. - Stuttgart.
PAPIER, F., L. GRAUVOGEL-STAMM & A. NEL (1994): Subioblatta undulata n. sp., une nouvelle blatte (Subioblattidae Schneider) du Buntsandstein supérieur (Anisien) des Vosges (France). Morphologie, systématique et affinités. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Monatshefte, 1994 /5, S. 277–290. - Stuttgart.
PAPIER, F. & A. NEL (2001): Les Subioblattidae (Blattodea, Insecta) du Trias d'Asie Centrale. - Paläontologische Zeitschrift, 74/4, S. 533-542.

 



 


Der siebente Band des Seeigel-Werks von Saura Vilar & García Vives:

NOMOCHIRUS Nº 7: Atelostomata I - Holasteroida, Meridosternata.

Redaktionell. 4. Juli 2016.

Dieser Band ist der Überordnung der Atelostomata Zittel, 1879, gewidmet. Behandelt werden u.a. die Familien der Collyritidae, Disasteridae, Hyboclypidae, Pygorhitidae, Tithoniidae, Cardiasteridae, Stegasteridae, Cylymnidae, Corystusidae und Pourtalisiidae.

In diesem Band – no. 7 - der ausgezeichneten Seeigel-Reihe von Manuel Saura-Vilar und Juan Antonio García Vives werden insgesamt 127 Arten behandelt, zugehörig zu 50 Gattungen und 16 Familien. Sammler-relevante Gattungen in diesem Band sind z.B. Collyrites, Disaster, Hemipneustes, Stenonaster, Echinocorys, Galeola, Offaster, Holaster, Echinocorys, Infulaster.

21 x 15 cm, 304 S., viele Abb. und Tab., 102 Taf. –25 Euro zuzüglich Versandkosten.

Bestellungen an Manuel Saura via paleonda@hotmail.com

Alle bisher erschienenen Bände der Reihe siehe [www.]echinoids-gallery.com („Publicationes“) [eckige Klammer vor oder nach dem Einsetzen des Links entfernen].

SAURA-VILAR, M. & J. A. GARCÍA.VIVES (2016): Atelostomata I – Holasteroida – Meridosternata. – 304 S., viele Abb., 102 Farbtaf. – Asociación Paleontológica y Mineralógica de Onda, Onda.

 

 




Effektvolles und preiswertes Präparations-System: Die Sismos!

Deutschland–Depot für das Low Budget Präparationsprogramm für den
Dremel Engraver 290!

Redaktionell. 8. Juni 2016.

Der Dremel Engraver 290 hat sich gemeinsam mit den von Günter Richter (Wien) entwickelten Präparationsspitzen und Sismo-Mehrnadelköpfen in den letzten Jahren innerhalb der Sammlergemeinde zu einer interessanten und preiswerten Präparations-Alternative vor allem für Einsteiger oder Sammler entwickelt, die den Aufwand von Drucklufttechnik scheuen oder sich noch nicht dazu durchringen konnten.

Die Präparationsspitzen sind in 4 verschiedenen Stärken und 2 verschiedenen Längen verfügbar:

Nadelstärken: 0,9 mm, 1,3 mm, 1,5 mm und 1,72 mm, Schaftlänge 12 mm bzw. 25 mm.

Abbildung (oben):  Das Präparationsspitzen-Sortiment mit unterschiedlichen Nadelstärken und Schaftlängen.

Sie vereinen die Feinheit der Grammophonnadeln, die von Generationen von Sammlern in der manuellen Präparation eingesetzt und geschätzt werden, mit der elektromechanischen Power des Graviergeräts, die stufenlos reguliert werden kann. Durch Verwendung der längeren Bauformen können auch unzugänglichere Stellen erreicht werden. Die Funktions- und Arbeitsweise mit dem Engraver ist sehr ähnlich zu jener mit Druckluftsticheln.

Zuerst einige Präparations-Ergebnisse:

Abbildungen 1 bis 3 (oben):  Die Bilder oben zeigen verschiedene Stufen aus dem Weißjura gamma von Gräfenberg, präpariert mit den Dremel Engraver und den Präparationsspitzen, teilweise mit der Abbildung des Fundzustandes.

Für den flächigen Abtrag von Gesteinsmatrix wurden die Sismo-Mehrnadelköpfe entwickelt, die in unterschiedlichen Stärken und Härten zur Verfügung stehen. Mit ihnen kann man sich sehr schonend durch den dosierbaren und gleichmäßigen Abtrag an flächige Fossiloberflächen herantasten (z.B. Seeigeln). Namensgebend waren die ersten erfolgreichen Präparationen an Sismondien aus dem Médoc in Südwestfrankreich, bei denen die kreidigen bis mittelharten Matrixkrusten hervorragend für die abschließende Säure-Feinpräparation gleichmäßig abgetragen werden konnten, ohne die Fossiloberfläche zu schädigen.

Bild-Beispiele zum Flächenabtrag:

Abbildungen 4 und 5 (oben):  Präparationserfolg bei Sismondien aus dem Eozän von Westfrankreich. Das obere Bild zeiigt den Fundzustand . Auf dem darunter stehenden Bild sieht sehr gut, wie die typischen Verkrustungen gleichmäßig bis auf die Fossiloberfläche abgetragen werden konnten. Dadurch wurde auch die einheitliche Einwirkung der abschließenden Säurepräparation ermöglicht.

 Abbildung 6 (oben):  Die zu zwei Dritteln mittels Sismos vorpräparierte Unterseite eines Echinolampas mit einem Durchmesser von 7 cm – an einzelnen Stellen hätte man noch vorsichtig weitermachen können. Im verbleibenden Drittel sieht man die Ausgangssituation.

Essentiell ist die plane Spitzenebene, die verhindert, dass punktuell auf die Fossiloberfläche „durchgeschlagen“ wird - zur schonenden Abtragswirkung kommt nur die Fläche aller Nadeln. Inzwischen haben sich die Sismo-Mehrnadelköpfe auch für das Glätten von Matrixoberflächen (z.B. Gräfenberger Mergelkalke) bewährt (siehe Abbildung unten).:

Abbildung 7 (oben):  Vier Sismos in 3 verschiedenen Größen mit 8, 15 bzw. 37 Spitzen vereint mit einer mit ihrer Hilfe präparierten namensgebenden Sismondia intermedia auf einem mit ihnen geglätteten Stück Gräfenberger Mergelkalk aus den „Grünlings-Schichten".

Die typische Arbeitsweise mit Mehrnadelköpfen ist eine kreisförmige Bewegung senkrecht zur Fossiloberfläche ohne starke Druckausübung bis zum gewünschten Matrixabtrag.

Die zur Verfügung stehenden Arbeitsbreiten der Sismo-Spitzen liegen bei 2,5, 4 und 6 mm Durchmesser mit 8, 15 bzw. 37 Einzelnadeln. Drei Härtegrade stehen zur Verfügung:

Abbildungen 8 und 9 (oben):  Sismo-Bauformen (Typen).
 Hart = Spitzentyp „rot“: Starre Spitzen für den Grobabtrag.
Mittel = Spitzentyp „gelb“: Je nach Matrixhärte für den Grob bzw. bereits feineren Abtrag.
Weich = Spitzentyp „grün“: Für den Feinabtrag.

Die Präparationsspitzen bzw. Sismo-Mehrnadelköpfe können im Set oder einzeln erworben werden und werden mit einer Beschreibung bzw. im Sismo-Vollset zusätzlich mit einer praktischen Faltschachtel ausgeliefert. Auf Wunsch kann das Set auch zusammen mit dem Dremel Engraver 290 erworben werden.

Achtung : die Präparationsspitzen sind für den Abtrag weicher bis mittelharter Gesteinsmatrizes (kreidige Matrizes bis Mergelkalke, z.B. Gräfenberg) konzipiert. Sie sind nicht geeignet zum Einsatz bei harten Gesteinsmatrizes (z.B. kieselige oder extrem harte Bankkalke, Pyritkonkretionen, Flinte).

Sismo-Mehrnadel-Präparationsspitzen:

Abbildung 10  (oben):  Sismo-Vollset mit 8 flächenabtragenden Sismos.

Abbildungen 11 und 12 (oben):  Dremel Graviergerät 290-1 (wird geliefert mit Original-Gravierspitze, Schablone und Schraubenzieher): EUR 30,00 (Bestellcode: DGR 290).

Abbildungen 13 bis 15 (oben):  Tabellen mit Angeboten und Preislisten.


Formlose Bestellungen per eMail an:

Günter Richter, Wien (egrichter@aon.at)

Die Auslieferung für deutsche Besteller erfolgt von Deutschland aus mit Hermes oder (bei Kleinteilen) mit der Post unter Verrechnung der reellen Portokosten sowie einer je nach Lieferumfang (geringen) Verpackungs-Pauschale.

Nur in beschränkter Zahl lieferbar.

Bei Fragen mailen Sie an Günter Richter: egrichter@aon.at

Fotos Günter Richter.

 




 


Wir sind zurück und super wars!

Bilderbogen zu unserer kurzen Frankreich/Spanien-Exkursion im September 2015

Von Andreas E. Richter, Augsburg  (24. September 2015)

Wir waren in Südfrankreich und es war eine ereignis- und eindrucksreiche Reise, wie wir es in dieser Form noch nie erlebt hatten. Wir hatten viel zu erledigen für die Vorbereitung der Exkursion im Mai 2017, wir lernten viel und sahen auch vieles für uns Neue. Es war umfassend schön. Das Fossiliensammeln war auf wenige Gelegenheiten beschränkt - dafür war keine Zeit. Wir sind etwas über 5000 Kilometer gefahren und waren von morgens bis abends in Bewegung.

Wir besuchten die Camargue, waren ein wenig in der Provence unterwegs, fuhren auch mal einen Tag nach Spanien und waren dann natürlich einige Tage in den Grands Causses. Zum Schluss besuchten wir auch noch die Vulkan-Landschaften um Le Puy.

Ich zeige Ihnen hier einige Bilder aus diesen Tagen, als kleinen Vorgeschmack auf einen ausführlichen Reisebericht.


Und jetzt noch ein Rätsel:.

Dieses Rätsel ist nach wie vor ungelöst bzw. nur geringteilig gelöst, weshalb wir nochmals eine Aufforderung aussprechen, mit zu machen! So schwer kann das doch nicht sein!

Ich nutze die Gelegenheit, das geographisch-geologische Wissen der Leitfossil-Abonnenten zu prüfen.
Ich frage nach den mit Nummern gekennzeichneten Bildern bzw. nach dem, was auf den Bildern zu sehen ist.
Also: Orte, Landschaften, Museums-Ausstellungen, Fossilien und Geologisches, Attraktionen und Spektakel...

Wer als erster alle nummerierten Bilder richtig zuordnen kann (wir werden großzügig werten), erhält einen schönen Fossilpreis.
Wenn bis zum 30. April 2017 nicht alle Fragen beantwortet worden sind, gewinnt der Einsender mit den meisten richtigen Antworten.

Also:

1) Was? - 2 ) Was? - 3) Wo? - 4) Was? - 5) Wo? - 6) Was? - 7) Wer? - 8) Was? - 9) Wo? - 10) Wo? - 11) Was und wo? -
12) Was und wo? - 13) Was? - 14) Was? - 15) Aus welcher Schicht? - 16) Was und wo? - 17) - Was? - 18) Was? -
19)
Was und wo? - 20) Wo? - 21) Was? - 22) Was?

Lösungs-Vorschläge bitte an a.e.r.fossilien@t-online.de

Teilnehmen können nur Leitfossil-Abonnenten.

 

 



 


Wir waren wieder mal in den Causses!

Von Andreas E. Richter, Augsburg  (15. Oktober 2014)

Wir sind zurück von unserer Vorbereitungs-Fahrt nach Südfrankreich. Nächstes Jahr im Mai 2015 geht es ja mit dem Reisebus in die wunderbare Landschaft der Grands Causses, und da war/ist noch allerlei vorzubereiten.

Wir mussten zuallererst ein anderes Hotel suchen, weil unser geschätztes „Moderne“ (natürlich war das entsprechend des Namens ein altes Haus) in Saint Affrique geschlossen ist. Dann sollte eine Reihe von Aufschlüssen überprüft werden, für manche Lokalitäten mussten wir die Begehungs-Erlaubnis einholen, na ja, und dies und das musste eben abgeklärt werden, um einen reibungslosen Exkursions-Ablauf im nächsten Mai zu ermöglichen: Aufschlüsse, Fahrtstrecken, Besichtigungs-Möglichkeiten, Bus-Parkmöglichkeiten, aktuelle Öffnungszeiten von Museen usw. usw., all solche Dinge mussten wir prüfen und/oder ermitteln.

Ich zeige hier in den „Hinweisen“ nur einige wenige Bilder von der Tour; einige werden auch in der Exkursions-Vorschau von Richter-Reisen zu sehen sein (erscheint in wenigen Tagen).

Zusammenfassend: Es war wunderschön, und wenns auch nur wenige Tage waren, so konnten wir doch alles Notwendige erledigen, viele Eindrücke sammeln und auch einiges Neues kennen lernen. Gesammelt im eigentlichen Sinne haben wir nicht; lediglich im Carixien (Unterjura, Unterpliensbach) habe ich einen Nautiliden, ein Liparoceras und ein Lytoceras aufgeklaubt, nur so en passant, im Vorbeigehen.

Auf dem Weg nach Süden: Vorbei an der "Chaîne des Puys", der Kette von Vulkanbergen in der Auvergne in der Nähe von Clermond-Ferrand. Ganz links der Puy de Dôme.


Hôtel de la Poste in La Cavalerie

Wir fanden im „Hôtel de la Poste“ ein wunderbares Haus mit schönen Zimmern und einer großartigen Küche. Wir lernten regionaltypische Gerichte kennen, optimal zubereitet und freundlichst serviert. Leitung und Personal sind fähig, freundlich, sehr bemüht - man fühlt sich rundum wohl! Ich denke, das Haus ist ein optimaler Exkursions-Standort für uns.

Nach rund 1150 Kilometern Fahrt erreichten wir La Cavalerie und freuten uns, freundliche Aufnahme im Hôtel de la Poste zu finden. Zuerst mal einen Café vor dem Haus!

Der Blick aus unserem Zimmer auf das Örtchen, im Licht der Morgensonne. Man sieht den Mauerwall und die Rundtürme.

Und hier der Blick von der Mauer nach Westen; eingeringelt das noch gerade so über die Mauer spitzelnde Hotel.

Eine Auswahl aus den von uns genossenen Speisen. Alles schmeckte ganz ausgezeichnet - wir freuten uns jeden Tag auf das Diner und ließen uns natürlich reichlich Zeit zum Essen!


La Cavalerie

Das Hotel liegt im Örtchen La Cavalerie und dieses inmitten des Causse du Larzac. Dieser Ort ist etwas ganz Besonderes. Wir hatten es tatsächlich geschafft, 40 Jahre lang immer vorbei zu fahren und niemals zu halten und uns umzuschauen. Was ich heute sehr bereue! Aber besser spät als nie...

Diese Templer-Festung hat einen ganz besonderen Charakter. Der Ortskern ist vollkommen ummauert und auf der Mauerkrone kann man knapp drei Viertel des alten Stadtkerns umlaufen (was eigentlich nichts heißt – das sind nur 220 Meter...).
Der Aufgang liegt im Turm am Office de Tourisme, der Abstieg in einem Turm im Süden. In diesen beiden Türmen sind kleine Ausstellungen untergebracht.

Die Gassen und Häuser sind wohl geradliniger und „ordentlicher“ angelegt als jene in La Couvertoirade (man erkennt die planende Hand der Erbauer), aber nicht minder reizvoll. Ein weiterer Unterschied: Während in La Couvertoirade alle Häuser graue Steindeckung haben, herrscht in La Cavalerie ein freundliches Rot vor – Ziegeldeckung. Es gibt viele malerische Winkel, wunderbare Ausblicke und stimmungsvolle Stillleben.

Also zuallererst mal in den Ort und umschauen! Und es ist schön dort - wir fühlen uns wohl! Früher gab es sogar einen Mineralien-/Fossilien-Laden - oder vielleicht ist der nur im Sommer auf?

Für solche Bilder hab ich ein Faible - Fenster und Türen aller Arten (allerdings nur alte). Ich erspare Ihnen aber immerhin die vielen hier fotografierten Türklopfer.

Mauern, Häuser, Türme... Im Gegensatz zu La Couvertoirade ist hier alles ordentlich rechtwinklig und die Dächer sind meist rot gedeckt, mit modernen Pfannen oder auch mit römischen Hohlziegeln.

Die Templer etablierten sich auf dem Larzac ab 1151, als sie dort Land erhielten durch eine Schenkung von Raimund Berengar IV., Grafen von Barcelona. Die Templer-Kommandantur La Cavalerie wurde 1154 gegründet, die Kirche wird erstmals 1180 erwähnt. Nach der Stilllegung des Templer-Ordens übernahm den Besitz der „Orden Sankt Johannes vom Spital zu Jerusalem“ (Johanniter- oder Hospitaliter-Orden; „l'Ordre des Hospitaliers de Saint-Jean de Jérusalem, de Rhodes et de Malte“), so gegen 1312. Dieser befestigte den Ort in der Zeit ab 1435, also 9 Jahre vor La Couvertoirade und 15 Jahre vor Sainte-Eulalie-de-Cernon. Der Orden erbaute den rechteckigen Mauergürtel, die drei Rundtürme und einen Donjon („Carré des Templiers“). Ein guter Teil des damaligen Baubestandes existiert noch.


Und sonst noch?

Na ja, wie gesagt, wir besuchten etliche Aufschlüsse, jedoch ohne im eigentlichen Sinne zu sammeln – es ging nur um Informationen. Wir besuchten natürlich auch La Couvertoirade (Larzac ohne Couvertoirade ist unmöglich), die Templer-Gründung Sainte-Eulalie-de-Cernon, die Abtei Sylvanés... Wir waren in Millau und dort natürlich auch im Museum (und, die einzige Trübung unserer Tage im Süden – unsere geschätzten beiden Antiquare hier in der Stadt hatten beide zugemacht, für immer!). Wir fuhren einen Tag ans Meer, zum Grand Travers, nach Grau du Roi und Aigues Mortes, wir besuchten Mèze, den Dinosaurier-Park und den Weinbauern, auf dessen Feldern wir im nächsten Mai nach Dinosaurier-Eischalen suchen werden und wir kauften dort natürlich auch ein wenig Wein.

Wir bummelten mehrmals in La Cavalerie und entdeckten jedesmal Neues – ein schöner Ort! Dann besuchten wir den Cirque de Navacelles, streunten vielfach auf dem Larzac, Gabo machte Trockensträuße und sammelte Wacholder-Beeren (die werden uns über den Winter helfen!).

Jeden Abend dann die Freude des guten Essens im Hôtel de la Poste in angenehmer Umgebung – auch das gehört dazu!


Die Nebel-Geschichte

Der ganz eindeutig optische Höhepunkt der Fahrt war das Ergebnis einer Irrfahrt. Wir suchten einen Aufschluss, nahmen einen falschen (höchst lausigen!) Weg und erreichten so nach gefühlten fünfzehn Kilometern (gefahren zwei) einen Punkt mit einer unglaublichen Aussicht auf ein Nebelmeer im wahrsten Sinne des Wortes. Das unten liegende Dourbie-Tal und die Talweitung im Bereich des Örtchens Nant waren weitflächig weit hinauf an den Hängen mit wunderbarem weißem Nebel gefüllt. Die Sonne strahlte und tauchte alles in ein magisches Licht – ein für uns absolut wunderbares Erlebnis! Wir waren erstmal sprachlos.

Wir fuhren also auf dem erwähnten Weg, meist durch Wald, den typischen so schön zerrupften Frankreich-Wald, immer weiter, weiter, weiter, schön langsam entsprechend des miserablen Wegs, passierten dann ein rechts liegendes Anwesen, erreichten 200 Meter weiter ein links stehendes kleineres Haus mit wunderbar blauen Fensterläden und wollten hier umkehren. Ich fuhr auf die Wiese, wollte drehen und sah dabei aus dem Auto heraus rechts im Hintergrund ein weißes Schimmern. Und da ich glücklicherweise viel früher ein ähnliches wenn auch sehr viel kleineres Nebel-Phänomen hier in den Causses erleben durfte, wusste ich gleich, was es ist. Also - aussteigen, die paar Meter laufen zur Plateau-Kante und dann erstmal: Stilles Staunen.

Beim blauen Haus will ich umkehren und sehe aus den Augenwinkeln rechts ein weißes Schimmern...

...also aussteigen, ein paar Meter laufen und dann: Staunen, staunen, staunen!

Links das Tal der Dourbie, rechts die Talweitung im Bereich von Nant, das einige hundert Meter tiefer liegt, versteckt unter der Nebeldecke. Und der Nebel ändert ständig Form und Licht - ein andauerndes faszinierendes Spiel!

An den bewaldeten Hängen versucht der Nebel hoch zu kriechen... Die Felsbastionen recken sich trutzig auf und halten Wacht, dass er nicht auf den Larzac hoch kriecht...

Zeugenberge ragen als vorgelagerte Inseln aus dem Nebelmeer.

Der Blick ist gewiss auch ohne Nebel beeindruckend, deshalb hier die Anfahrt: Auf dem Causse du Larzac fahren wir von La Cavalerie nach Westen Richtung Nant. Wir durchfahren die beiden Dörfchen Les Liquisses Hautes und Les Liquisses Basses, fahren kurz darauf vorbei an einer links abbiegenden Asphaltstraße niedrigster Ordnung (die u.a. zum Mas Les Homs führt, wo der berühmte endemische „Pastis des Homs“ hergestellt wird, mit Sternanis, Fenchel und Süßholz, was Standard ist für Pastis, aber dann mit Zusatz einer Reihe von Kräutern, die dem Homs einen besonders würzigen und kräftigen Geschmack geben). Wir nehmen einen kurz nach dieser Straße ebenfalls nach links (also nach Norden) abzweigenden Waldweg (womit ausgesagt ist: Hier beginnt der Wald). Wir sind auf dem „Causse du Cuns“, sozusagen eine kleinwinzige untergeordnete Hochfläche am Ostrand des Larzac. Eine weitere Landmarke: Kurz hinter den beiden erwähnten Häusern steht eine zumindest im oberen Bereich erkennbare Sendestation am Abhang. Wir parken rechts des Weges auf der Höhe des kleinen Hauses mit den blauen Fensterläden. Noch 30 Meter nach rechts – et voila!


In der Roterde des Beckens von Lodève

Ein Tag war dem Besuch der Roterde-Landschaften vom Lac du Salagou Richtung Salasc, La Lieude, Mérifons und Octon vorbehalten. Wir freuten uns an den permischen so markant roten Gesteinen, bewunderten die Fährten-Scheune bei La Lieude, bestaunten die „Girlanden“ und sammelten auch ein wenig herum – Rippelmarken, Trockenrisse, Regentropfen-Impacts. Trittsiegel fanden wir diesmal leider keine. Das war der wärmste Tag – die Zikaden lärmten, der Thymian duftete – es war wieder Sommer! Dann noch nach Lodève, und schon wieder war ein Tag vorbei!

Hier sehen wir den Lac du Salagou und die umgebenden "Ruffes du Lodévois", terrestrische Ablagerungen des Perm - alles in Rot! Der Stausee wurde erst vor relativ kurzer Zeit angelegt.

 Die "Site paléontologique" bei La Lieude. Hier ist eine mit etwa 30 Grad nach Süden einfallende Fährtenplatte (mehrere Niveaus) erschlossen, mit endlos vielen Trittsiegeln (insgesamt ca. 950) permischer Reptilien wie z.B. Merifontichnus thalerius, benannt nach der Ferme Mérifons nahebei. Die Platte wurde überdacht, voll guten Willens, aber nicht imprägniert - die Spurenschichten lösen sich mittlerweile so langsam auf, zerbröseln und zerfallen. Links unten einige Trittsiegel unter dem Schutzdach, rechts unten eine Schicht mit schönen Trockenrissen im Gelände außerhalb.

Und so sehen wohlerhaltene Fährtenplatten aus. Hier eine Hangendplatte aus den Sammlungen des Museums in Lodève
(im "Hôtel de Fleury"). Breite ca. 80 cm.

Das obere Bild zeigt die berühmten "Girlanden von Mérifons", steilgestellte alternierende helle und dunkle Schichten. Unten flacher ausstreichende Schichten, mit Rippelmarken und Trockenrissen auf den Flächen und teilweise vollkommen verwitterndem Rotgestein. Überall steht Thymian - welch ein Duft!

Rippelmarken und Trockenrisse aus der Girlanden-Landschaft bei Mérifons. Das große Bild zeigt die Liegendseite mit Trockenrissen der Platte rechts unten, deren Oberseite schöne Rippelmarken trägt; maximal 16 cm. Die Platte links zeigt ebenfalls Rippelmarken; maximal 14,5 cm.

Eine Hangendplatte mit den Negativen von Regentropfen-Einschlägen. Bildbreite 11,5 cm.

Eine Platte mit Schwimm-Spuren? Oder auch nicht...  Ganz frisch sehen die Kratzer jedenfalls nicht aus. Maximal 8 cm.


Auf dem "Causse du Larzac" und außen herum

Der Causse du Larzac, fast hätte ich gesagt "unendliche Weiten"....  Mal hell und freundlich, mal düster und drohend -
schön ist es immer!

Und hier die Ureinwohner, die man aber erstaunlicherweise niemals in großer Zahl antrifft.

Ein ganz typisches Dörfchen im Sorgue-Tal - alles sieht freundlich aus.

Manchmal markante Gelände-Stufen: Die sogenannten Wasserfall-Bänke, "Schistes cartons" des unteren Toarcien, vergleichbar unseren schwäbischen Posidonien-Schiefern bei Holzmaden und Dotternhausen.

Links oben ein Hildoceras aus dem unteren Toarcien, rechts daneben "Gold-Ammoniten" aus dem Domérien und rechts außen eine Schnecke in situ, noch auf dem Gestein. Das große Bild zeigt freundliche gut begehbare Hänge in Tonmergeln des oberen Toarcien, mit Pleydellien und diversen Schnecken (auf der eingeblendeten Hand).

Eine kurze Suche im Carixien (Unterjura; Unterpliensbach) erbrachte einen Nautilus, ein Lytoceras und ein Liparoceras (oben; zwei Ansichten). Wie werden sie nach der Präparation aussehen?

Eine Lokalität in terrestrischen Schichten des unteren Unterjura. Sammeln kann man nix, aber man sieht ordentlich große - Spreizweite bis rund 25 Zentimeter! - Trittsiegel von Raptoren. Und zwar auf dem Boden einer Höhle.

Diesmal hatte ich das Glück, ein Trittsiegel sozusagen im Freien zu finden: Im Versturzmaterial neben dem engen Höhlen-Eingang lag ein aus dem überragenden Schichten verstürzter Block (Abbildung unten rechts) mit einem schönen Abdruck, die Liegendplatte. Oben an der Schicht-Unterseite war noch das Negativ sichtbar, also die Hangendplatte (im wahrsten Sinne des Wortes!) genau dieses Abdruckes. Der unten freiliegende Block war leider viel zu schwer zum Mitnehmen...  Links unten zwei Platten mit Positiv und Negativ eines Grallators aus dem Hettangien (unterer Unterjura) von Sauclières (ausgestellt im Museum in Millau). Ob nun die Spuren in der Höhle bei Fondamente an der Ostkante des Plateau de Guilhaumard zum Hettangien oder Sinemurien gehören, kann ich vorerst nicht sagen. Auch die Zugehörigkeit zu einer Ichnospezies ist mir nicht ermittelbar. Aber interessant ist  das Vorkommen auf jeden Fall!


Ganz kurz ans Meer

Wir fahren via Montpellier an den Grand Travers, sagen dem Meer "Bonjour", dann nach Grau-du-Roi und Aigues-Mortes. Und hier erwischte uns wieder die "Fête votive Aigues-Mortes"! Eine Veranstaltung, die in gnadenloser Form vom 3. bis zum 19. Oktober (!) durchgeführt wird und gewiss allerlei schöne, interessante und beachtenswerte Spektakel bietet, aber immer mit endlos vielen Besuchern, viel Lärm, durch die Straßen rennenden Stieren, grauenhaften Staus in den Straßen schon außen herum (um überhaupt entkommen zu kommen, mussten wir eine Einbahnstraße verkehrt herum fahren), ohne Parkmöglichkeiten, kurzum: Nervtötend. Nie wieder im Oktober nach Aigues-Mortes!

An den Étangs aber stehen die Flamingos in stoischer Ruhe. All meine Versuche, sie zum Auffliegen anzuregen, schlugen leider fehl. Das äußerste Erreichbare war ein Ortswechsel einige Meter nach rechts.

Dann fuhren wir an den Étang de Thau bei Sète. Hier werden wir nächstes Jahr mit dem Bus halten, und wer will, ist zu einer Austern-Degustation eingeladen, mit einem Schluck guten Weißen. Na?

Die Austerngärten im Étang de Thau - da werden eine Menge Austern aufgezogen und dann weit exportiert. Oder gleich vor Ort konsumiert. Eingeblendet ein Austern-Stand und zwei Gourmands, Entschuldigung, Gourmets.


Der Cirque de Navacelles

Ein geologisches Phänomen der besonderen Art bewunderten wir auch wieder einmal, nämlich den 300 Meter unter der Causse-Fläche liegenden Kessel mit dem ehemaligen Umlaufberg der Vis. Diesmal schauten wir aber nicht nur von oben, sondern auch von unten - wir fuhren hinab ins Dörfchen Navacelles und zur Vis. Und dann auf der anderen Seite wieder steil hinauf - witzig wars! Auf dem unteren Bild sieht man den Wasserfall der Vis. Das kleine Bild rechts oben verbietet doch tatsächlich die Nutzung dieses Weges für Motorfahrzeuge aller Art! Ich würde mich noch nicht mal zu Fuß dort runter trauen.

Der Kessel wurde vom Fluss Vis geschaffen. Der Fluss folgte seinem mäandrierenden Verlauf, arbeitete sich immer tiefer in die Oberjura-Kalke ein und durchbrach schließlich die dünne noch vorhandene Felsbarre. Der ehemalige Umlaufberg blieb stehen.

Die Kalke der Hochfläche bestehen aus Schichten des Kimmeridgien, die Schluchtwände der Vis aus Oxfordien und Kimmeridgien. Das Top des Umlaufberges besteht aus den Kalken des oberen Oxfordien. Alle Schichten führen bedauerlicherweise keine Fauna, und wenn doch, dann sind die Fossilien sehr schlecht erhalten. Immerhin wurde zumindest ein Ammonit bekannt und auf dem Titel der Broschüre "Cirque de Navacelles" verwendet - ein echter Perisphinctide und damit aus dem unteren Oxfordien stammend. Was heißt: Er stammt von weit unten im Kessel.


Und dann noch dies und das, zum Beispiel...

La Couvertoirade, wie La Cavalerie eine Templer-Gründung, mit höchst malerisch verwinkeltem Ortsbild. Ein Aufenthalt auf dem Larzac ohne Besuch von La Couvertoirade ist vollkommen unmöglich!

Das Museum in Millau. Eingeblendet ein Bild der Vitrine mit Porträt und Sammlungs-Beständen und Publikationen des geehrten Monsieur Joseph Monestier, einem Notar aus Millau (1862-1936), der sich sehr verdient gemacht hatte um die Erforschung der Fossilien aus dem Domérien und Toarcien des Aveyron.

Occitanosaurus tournemirensis (ich darf ihn "Occi" nennen, ich kenne ihn ja schon lange), der von Sciau et al. 1990 beschriebene Plesiosaurier aus dem Hang bei Tournemire, wo ich seinerzeit auch öfters sammelte, leider aber die Ehre der Occi-Entdeckung nicht hatte. Er gibt uns artig das Paddel: "Bonjour, mes amis!" Zweifellos ist er das absolute Glanzstück des Museums!


Die Heimreise

Der Morgen der Abreise und der Flug über den Viaduc de Millau. Der Himmel sieht grimmig aus, hellt sich aber bald wieder auf und wir fahren im Sonnenschein.

Dann wieder nach Norden – Au revoir, Larzac und Au revoir, Delphine & Grégory im Hôtel de la Poste – bis bald! Wir schweben über den Viaduc de Millau nach Norden und fahren zuerst mal nach Saint Flour, diesmal nicht der wunderbaren Basalte wegen, die es hier gibt, sondern um schnell noch ein wenig nach Antiquitäten und Trödel zu forschen.

Eines der Antiquité-/Brocante-Geschäfte in Saint Flour. Ein interessantes und buntes Waren-Angebot gibt es hier.

Dann bis Clermond-Ferrand und ins berühmte „Vulcania“ in der Nähe – wieder einmal. Einige Stunden verbrachten wir hier; an neuen Attraktionen gab es leider nichts Aufregendes, nur eine langweilige Fahrt in einer Art kreiselnder Jahrmarkts-Gondeln (wir kamen uns ein wenig vor wie im Auto-Scooter) zu den „Volcans sacrés“ – das erstemal, dass wir im Haus nicht begeistert gewesen waren.

"Dragon Ride", eine wunderbare vollkommen sinnlose 3D-Animation  mit einem flatternden Flugtier, zuerst eine Fledermaus, dann ein Flugsaurier. So viel schön! Und überall in Vulcania sieht man, man sollte es nicht denken, Vulkane.

Meine Souvenirs aus Vulcania: Ein Block emaillierte Lava und ein Taschen-Vulkan aus Kunststoff.

Von Vulcania in Richtung Bourgogne. Hier zwei der Vulkankegel der Chaîne des Puys; rechts der höchste, der Puy de Dôme.

Unser letztes Menu in Frankreich - diesmal. Ich weiß leider nicht mehr, wie die jeweiligen Speisen geheißen haben, aber es waren lange und klangvolle Namen. Und es schmeckte gut!

Und das haben wir mitgebracht - diverse Weine, Weinessig, eine grandiose Riesen-Meringue [Definition Meringue: "Kleingebäck aus Eischnee und Zucker"], etwas Keramik, alten Stoff und alte Bilderrahmen, ein paar noch ältere Fossilien, Wacholder-Beeren und Thymian-Pflanzen. Und eine Menge Fotos natürlich.

 

 



 


Vorsicht! Betrügerische Fossil-Angebote via eMail!

 Redaktionell.

Bei uns traf vor einiger Zeit eine eMail mit unverbindlicher Adresse ein mit der Anfrage, ob wir am Ankauf einiger Objekte, vor allem Fossilien, interessiert seien. Geschrieben in gutem Deutsch, sachlich und höflich:


„Aus einem privaten Nachlass habe ich die nachfolgend aufgefuehrten Stuecke uebernommen, die ich verkaufen moechte:

- grosser Ammonit, Durchmesser 49 cm
- Kieferfragment eines Raubsauriers
- Narwalzahn auf Standfuss montiert, Hoehe 167 cm
- beschnitzter Elfenbeinzahn, Laenge 85 cm
- Rhinozerusschaedel, Deutsch-Ostafrika, datiert 1908
- Ei eines AEPYORNIS MAXIMUS, Madagaskar 16. Jhdt., gut restaurierter Bodenfund eines Ei's des Madagaskarstrausses, ausgerottet vor 400 Jahren Ich wende mich an Sie, da Sie mir von einem unserer Kunden (ich bin im Restaurantbusiness taetig) empfohlen wurden! Bei evtl. Kaufinteresse waere ich fuer eine kurzfristige Nachricht sehr dankbar! Freundliche Gruesse, Unterschrift.

P.S. Die entsprechenden Dokumente (Cities-Papiere) die den Erwerb, Besitz und auch den Weiterverkauf berechtigen und somit legalisieren, sind vorhanden! Ebenso die seinerzeitigen Kaufbelege etc. der vorgenannten Stuecke!“


Ich schrieb zurück, dass die Objekte ganz gewiss in einer Preislage liegen, die wir uns nicht leisten können und bedankte mich artig. Daraufhin traf folgende eMail ein:


„Hier die Fotos und Beschreibungen der vorhandenen Stuecke! Da bereits seit laengerem alles verpackt ist, scanne ich Ihnen die Fotos in der Form, wie es seinerzeit einmal von einem Auktionshaus in Deutschland im Katalog angeboten und von einem unserer verstorbenen Kunden dort nachweislich gekauft wurde. Ich habe den Bestand ausnahmsweise von der Witwe uebernommen! Nochmals ein Auktionshaus fuer den Verkauf einzuschalten, wird von mir aus verschiedenen Gruenden abgelehnt! 

Bislang habe ich mich auch nur an Sie gewandt, da ich mich aus zeitlichen und geschaeftlichen Gruenden (trotz meines Alters) nicht eingehend genug mit dieser Sache befassen kann.

Da ich bereits 70 Jahre alt bin, moechte ich aus Altersgruenden nach Moeglichkeit alles in einem Gesamtpaket verkaufen und wuerde Ihnen fuer alles den Preis von Euro 3500 einraeumen!

Es wuerde mich freuen, kurzfristig wieder von Ihnen zu hoeren. Gruss, Unterschrift.“


Die nächste eMail auf meine Frage nach der Lokation, wo ich die Stücke sehen und abholen könnte, lautete so:


„Bitte lassen Sie sich jetzt nicht davon irritieren, wenn ich ergaenzend darauf hinweisen muss, dass mein Standort auf den Philippinen ist! Seit mehr als 30 Jahren bin ich hier u.a. im Restaurantgewerbe taetig. Hier das Unternehmen:

(Web-Adresse eines honorigen Gastronomie-Konzerns auf den Philippinen.)

Sollte es zu einem Kaufabschluss kommen, kaeme alles per Express-Luftfracht zu Ihnen, zusaetzlich "frei Haus", d.h. Sie haetten keinerlei Zollformalitaeten zu erledigen oder noch anderweitige Kosten wie z.B. Zoll zu entrichten. Alles wuerde vom Airport direkt zun Ihrem Wohnort angeliefert! Dieses ist moeglich, weil wir die Kosten fuer Fracht und Spedition steuerlich absetzen koennen! Die Lieferzeit wuerde in etwa 10 Tage in Anspruch nehmen. Bitte teilen Sie mir noch die genaue Anschrift mit an die geliefert werden soll!

Der Versand wuerde fachmaennisch verpackt in Frachtkisten aus Holz vorgenommen! Selbstverstaendlich gewaere ich Ihnen volles Rueckgaberecht auf unsere Kosten, sollte es tatsaechlich zu Beanstandungen Anlass geben.

Abrechnung nur per Bankueberweisung ueber das Anwaltskonto unseres Unternehmens in Manila. Was die Zahlungsmodaliatet anbetrifft, so muesste hier eine Vereinbarung getroffen werden. Ich denke, dieses sollte kein Problem darstellen!

Sollte es erforderlich erscheinen, so koennen wir auch gerne telefonieren. Aufgrund des Zeitunterschiedes muessten wir hierfuer allerdings einen Termein vereinbaren. Ich wuerde dann bei Ihnen anrufen, da ich aufgrund meiner 70 Jahre fast kaum noch im Unternehmen zu erreichen bin.

Dieses waere erst einmal das Wesentlichste! Gruss von den Philippinen...(Unterschrift)"


Meine Antwort war:


„Guten Tag! Danke für Ihre rasche Antwort.

Nun bin ich tatsächlich sehr irritiert und ich hoffe, Sie sind mir nicht böse wegen der folgenden Worte. Ich will die Objekte gerne kaufen, bin aber nicht bereit, sie vorab zu bezahlen. Die Katalog-Bilder sind unschwer beschaffbar, der Verweis auf eine Homepage ist unverbindlich, die Anlieferung zum Wohnort ohne Zollformalitäten und -Kosten ist mir unbegreiflich.

Falls das Angebot reell gemeint ist, müssen Sie mir vertrauen - ich werde den Betrag umgehend nach Erhalt der Objekte überweisen, wohin auch immer, aber nicht vorher.“


Darauf kam dann diese eMail:


„Um Vorauszahlung des Gesamtbetrages hatte ich auch nicht gebeten, wohl aber waere eine Anzahlung angenehm! Wie ich Ihnen bereits mitteilte, ist alles in stabilen Frachtkisten verpackt und diese sind nicht gerade gering im Gewicht. Wir haben Kosten fuer die Zusendung/Versicherung/Spedition etc. in Hoehe von genau Euro 732,50! Es besteht hier die Moeglichkeit diesen Betrag zwar steuerlich abzusetzen, haben jedoch erst einmal hierfuer in Vorkasse zu treten. Ebenso benoetigt unsere Buchhaltung den Vorgang einer Ueberweisung von Ihnen bevor die Lieferung erfolgen kann. Dieses ist u.a. ein Teil unserer Geschaeftsbedingungen!

Verehrter Herr, fuer den hier benannten Betrag oder ueberhaupt einen Betrug zu inzenieren, dafuer ist unser Unternehmen zo gross wir zu bekannt und ich einfach zu alt! Wenn Sie der Meinung sind, dass es sich hier um eine dubiose Angelegenheit handelt, sollten wir die ganze Sache vergessen!

Was die Zollregelung anbetrifft, so bin ich gerne bereit, Sie bei Gelegenheit hierueber aufzuklaeren! Freundiche Gruesse.


Nun wollte ich mal überprüfen, was denn Sache ist. Ich rief einige mir bekannte Fossilien-Händler an und erzählte. Schon der erste Kontakt erbrachte ein Ergebnis: Hier lief vor längerer Zeit genau die gleiche Aktion ab, erstaunlicherweise unter dem gleichen Namen, wenn auch mit anderer eMail-Adresse und mit einer anderen wiederum angesehenen philippinischen Gesellschaft als Referenz. Das Angebot beinhaltete aber nicht den geschnitzen Elefanten-Zahn und das Aepyornis-Ei. Dafür sollte der Preis nur 2500 Euro betragen. Die Lieferung werde über einen Kurier des diplomatischen Dienstes erfolgen, Fracht- und Zollkosten-frei...

Mein Freund bezahlte 1500 Euro, ohne Reaktion bzw. Lieferung, schaltete dann die Polizei ein, die allerdings passen musste – nicht verfolg- und ermittelbar. Auf mehrfache Nachfrage beim (vielleicht) philippinischen Geschäfts-„Partner“ kam schließlich eine eMail zurück mit dem einzigen Inhalt „Ha ha ha“.

Ich überprüfte das Internet auf entsprechende Auktionen und wurde fündig beim Auktionshaus Hermann Historica, die natürlich mit dieser Betrugs-Geschichte nichts zu tun haben. Die mir und auch meinem Freund (und vermutlich einigen anderen) angebotenen Objekte waren bei einer Auktion am 19. Oktober 2005 gelistet und wurden verkauft.

Sie können sich die Seite via Google suchen – Sucheingabe (Bilder) „Rhinozeros-Schädel 1908“. Das erste derzeit erscheinende Bild verweist auf ein Angebot der Hermann Historica oHG, International Auctions. All die vom (vielleicht) auf den Philippinen sitzenden Anbieter genannten Objekte wurden hier auktioniert und verkauft. Wer sich darüber informieren möchte (Aufruf- und Zuschlags-Preise), öffne die folgende Adresse (eckige Klammern entfernen):

[http://www.]hermann-historica.de/auktion/hhm49.pl?f=KAPITEL&c=KUNSTHANDWERK&t=temgroup_1_D&start=1&dif=20&db=kat49_A.txt

Die ersten vier und die achte angezeigte Position zeigen fünf der sechs mir angebotenen Objekte, mit Aufruf- und erzieltem Preis. Der beschnitzte Elefanten-Zahn wird ebenfalls aufgeführt, allerdings hier mit der Angabe „18.tes Jahrhundert“.

Auch wenn grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass der dubiose Anbieter die Objekte wirklich aus einem Nachlass gekauft hatte, ist es ganz eindeutig, dass hier ein vergleichsweise gut eingefädelter Betrugsversuch läuft (denken wir an die eMail-Schwemme meist aus Afrika mit der Aufforderung, 10000 Euro zu schicken, um dann 10 Millionen zu erhalten).

Jedermann, der entsprechende Angebote erhält, sei gewarnt! Geben Sie diese Information auch an Bekannte weiter, die eine Fossilien-relevante Homepage haben, denn der Betrüger sucht sich seine Adressen offenbar aus dem Internet heraus. Wenn jemand entsprechende Angebote erhielt oder erhalten wird, wären wir für einen Hinweis dankbar.

 

 



 

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