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Hier bringen wir aktuelle Meldungen Aktueller Stand: 20. 7. 2010 |
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Gesamtregister für die Leitfossil-Jahrgänge von 2004 bis 2009 Neuerscheinung: Umfassendes Gesamtregister für die bisherigen Jahrgänge von Leitfossil.de. Sie finden in diesem Register schnell und problemlos Fundregionen und Fundstellen, Schichtbezeichnungen, Fossilnamen, Hilfsmittel, Autorennamen usw. Mit den Angaben im Register ist der gezielte Zugriff auf die jeweiligen Artikel in den Jahrgangs-CDs möglich. Das Register liegt in Form eines Word-Dokuments vor. Darin kann mit der Suchfunktion nach Stichworten gesucht werden, auch in zusammenfassender Art. Es umfasst in der jetzt vorliegenden Version 1 (Jahrgänge 2004 bis 2009) knapp 500 Seiten A4 quer, mit rund All unseren treuen Abonnenten, die von Anfang an dabei sind (ab Jahrgang 2004) schicken wir die CD als Dankeschön kostenfrei zu. Das Register kann direkt beim Autor Walther F. Zenske bestellt werden.
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2004: Ca. 270 Beiträge (inklusive der bereits 2003 erschienenen Beiträge) mit ca. 1200 Abbildungen. Für Abonnenten der jeweiligen Jahrgänge: 5 €. Sonderaktion! Für alle Abonnenten inklusive der Neuabonnenten ab 2010: Sie können alle Jahrgangs-CDs mit 50 Prozent Reduktion erwerben. Diese Aktion ist zeitlich befristet. Bestellen mit eMail: a.e.r.fossilien@t-online.de
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Fernsehprogramm-Vorschau für Leitfossil-Abonnenten Paläontologisches Museum München, Fossil des Monats Juli: Schädel des Kamel-artigen (Cainotheriiden) Plesiomeryx hürzeleri (Gertrud Rößner; 20.7.2010) (2 S., 1 Abb.)
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Angebot für Leitfossil-Abonnenten: Unser
Korrespondent Siegfried Wiescholek Leitfossil-Abonnenten können sich in die eMail-Verteilerliste aufnehmen lassen: Schreiben Sie eine eMail an Siegfried W. mit der Bitte um Eintrag in die TV-Liste (siggiwischo@freenet.de). Im Abstand von etwa 14 Tagen erhalten Sie dann die TV-Vorschau. |
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Das Fossil des Monats Juli Schädel des Kamel-artigen (Cainotheriiden) Plesiomeryx hürzeleri BERGER, 1957 Oligozän; absolutes Alter etwa 28 Millionen Jahre) Foto Manuela Schellenberger/ © Paläontologisches Museum München.
Dieser zierliche Schädel eines Cainotheriiden stammt aus einer verfüllten Karstspalte aus dem Fränkischen Jura bei Gaimersheim nördlich von Ingolstadt. 1936 wurde er gemeinsam mit vielen anderen Fossilien, u. a. mit über 100 Schädeln dieser Art, durch den damaligen Direktor der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie und weiteren Mitarbeitern aus der Spalte geborgen. Seine linke Seite ist so vollständig und unverdrückt erhalten, dass er in einer wissenschaftlichen Bearbeitung von 1957 zum Holotyp (Referenzexemplar) einer neuen Art, Plesiomeryx hürzeleri, bestimmt wurde. Die Cainotheriiden lebten vom Eozän bis Miozän (vor 37 bis 13 Millionen Jahren) ausschließlich in Europa. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen sind nach wie vor ein Rätsel. Sie besitzen viele ursprüngliche Paarhufer-Merkmale im Skelettbau, zum Beispiel komplette Seitenzehen und ein vollständiges Gebiss mit drei Schneidezähnen, einem Eckzahn, vier Vorbackenzähnen und drei Backenzähnen. Dies steht im Kontrast zu einem einzigartigen, fortschrittlichen Kronenmuster ihrer Backenzähne. Diese widersprüchliche Kombination führte zu unterschiedlichen Annahmen über ihre Positionen im Stammbaum der Paarhufer. Eine jüngst abgeschlossene wissenschaftliche Untersuchung, in der Schädel der Cainotheriiden einer Computertomographie unterzogen wurden, lieferte bisher unbekannte Einzelheiten über deren Ohrregion. Eine nähere Verwandtschaft mit den Wiederkäuern ist ausgeschlossen. Hingegen ergab sich eine verwandtschaftliche Nähe zu den Kamelen. Über die Lebensweise der Cainotheriiden ist nicht viel bekannt. Doch manches lässt sich vom äußeren Erscheinungsbild ihrer fossilen Reste ableiten. Die Form des Gehirns und der Ohrregion deuten auf einen sehr guten Geruchs- und Gehörsinn hin. Die Proportionen von Hinter- und Vorderbeinen zeigen, dass die Cainotheriiden hüpfen konnten. Die Backenzähne tragen halbmondförmige Kronenelemente, oben fünf, unten vier bzw. fünf, die sich hervorragend eigneten, um pflanzliche Nahrung zu häckseln. Ihre geringe Größe lässt einen Lebensraum mit Unterholz vermuten, wo sich diese kleinen Pflanzenfresser gut verstecken und schlüpfend-hüpfend fortbewegen konnten. Während des Miozän nahm der Anteil der Cainotheriiden in den Faunen kontinuierlich ab, bis sie schließlich ganz ausstarben. Da dies zeitgleich mit der Entfaltung der Hasen geschah, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie die gleichen ökologischen Nischen einnahmen. Die Cainotheriiden unterlagen dem zunehmenden Konkurrenzdruck durch die Hasen. Gertrud Rößner
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Aufruf von H.-D. Bolter, Vorstand der Geologengruppe Ostalb e.V.: Wir sind geschockt!!! Unser bedeutendes Urweltmuseum in Aalen soll geschlossen werden! Unser Museum soll überraschend und unmotiviert geschlossen werden, ein Museum, das einmalig in der Region ist und eine weltbekannte Schicht (das „Aalenium“) vertritt, dessen Namensgeber die Stadt Aalen ist, Helfen Sie dem Museum! Nehmen Sie Stellung mit einem Leserbrief und/oder durch Schreiben an die Stadt Aalen, an den Gemeinderat und an die Regionalen Zeitungen "Schwäbische Post" und "Ipf- und Jagst Zeitung"! Mailadressen: Stadt Aalen:Oberbürgermeister Martin Gerlach;Kulturbürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher Tageszeitung „Aalener Nachrichten und Ipf- und Jagst-Zeitung“. Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG. Erscheinungsgebiet Ostalbkreis. Tageszeitung „Schwäbische Post Aalen“, SDZ Druck und Medien GmbH & Co., KG Bahnhofstraße 65, 73430 Aalen.
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Das Fossil des Monats Juni Hohlstachler-Quastenflosser Libys superbus ZITTEL, 1887 Geschenk Seiner Königlichen Hoheit Herzog Franz von Bayern Oberjura (Weißjura zeta 2 b; absolutes Alter etwa 150 Millionen Jahre) Foto Manuela Schellenberger/ © Paläontologisches Museum München.
Die Quastenflosser sind eine der ältesten Knochenfischgruppen; es gibt sie seit fast 400 Millionen Jahren. Bis in die Kreidezeit waren sie auch recht erfolgreich - man kennt zahlreiche fossile Arten. Doch mit dem Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren galten auch die Quastenflosser als ausgestorben, bis im Jahr 1938 im Indischen Ozean ein lebender Quastenflosser ins Netz ging. Dieser Fisch, Latimeria chalumnae, wird auch als „Lebendes Fossil“ bezeichnet, da er den Körperbau seiner längst ausgestorbenen Verwandten zeigt. Erkenntnisse über Lebensweise und Verhalten dieser Tiere verdankt man vor allem Professor H ANS F RICKE vom Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen, der ihnen auf mehreren Tauchfahrten nachgespürt hat. Der heutige bis 1,8 Meter lange Quastenflosser lebt demnach in tieferen Wasserbereichen zwischen 200 und 600 Metern, hält sich tagsüber in Höhlen versteckt und geht nur nachts auf die Jagd nach Fischen. Dieses Verhalten ist vielleicht das Erfolgsrezept, das diese nur noch in wenigen Exemplaren existierende Art vor der Ausrottung durch den Menschen bewahren kann, sofern der Einsatz von Tiefseeschleppnetzen beschränkt bleibt.
Abbildung oben: Eine rezente Latimeria chalumnae J. L. B. SMITH, 1939. Präparat im Naturhistorischen Museum Wien. Für die Evolutionsforschung sind Quastenflosser wichtig als sogenannte Übergangsformen, die die Entwicklung von einer Gruppe zu einer anderen nachvollziehbar dokumentieren. Quastenflosser besitzen starke paarige, gliedmaßenähnliche Flossen und vor etwa 380 Millionen Jahren haben sich aus solchen Fischen die ersten Landwirbeltiere mit Armen und Beinen entwickelt. Besonders schön sind die Quastenflosser aus den feinkörnig-kalkigen Meeresbeckenablagerungen des Solnhofener Plattenkalks und benachbarter Gebieten erhalten. Unser Fossil des Monats, ein großer Libys superbus, gehört zu den außerordentlichen Raritäten: Es ist die größte und seltenste Art unter den bekannten Quastenflossern des süddeutschen Oberjuras. Es wurde im Steinbruch des Wittelsbacher Ausgleichsfonds gefunden und der Staatssammlung großzügigerweise als Geschenk überlassen. Der Fisch zeigt auffällig das namengebende Merkmal eines Quastenflossers: Am Ende der breiten Schwanzflosse sitzt mittig noch eine kleine Schwanzquaste. Alle Flossen und ein Großteil des Körpers werden durch stachelartige Knochenstrahlen gestützt, welche innen hohl sind. Dieses Merkmal kennzeichnet Libys als Vertreter der Ordnung der „Hohlstachler“ (Coelacanthiformes), zu der auch Latimeria gehört. Die Hohlstachler besitzen im Gegensatz zu anderen Knochenfischen keine knöcherne Wirbelsäule, der Mittelbereich zwischen den Körperstrahlen ist daher „leer“. Die Gattung Libys ist durch die kurze und hohe Körperform und auch den besonders großen Unterkieferknochen gekennzeichnet. Markus Moser
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Das Fossil des Monats Mai Schädel eines kapitalen Elches (Alces alces) vom nacheiszeitlichen Walchensee Holozän; absolutes Alter maximal 12000 Jahre. Foto Manuela Schellenberger/ © Paläontologisches Museum München.
Im Jahr 2002 machte Herr Michael Hell, Eigentümer einer Tauchschule am Walchensee, bei einem seiner Tauchgänge einen ungewöhnlichen Fund. Am Nordostufer des Sees fand er in 20–25 Meter Wassertiefe am Fuß einer Steilwand einen Schädelrest, der aus dem Seeschlamm herausragte. Nach der Bergung des Schädels mit zwei unvollständigen Geweihästen ließ sich das Fundobjekt als Überrest eines Elches identifizieren und wurde vom Finder als Kuriosität in seiner Tauchstation aufbewahrt. Im Jahr 2009 konnte das Fossil mit Unterstützung der Freunde der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Historische Geologie München e.V. für eine wissenschaftliche Bearbeitung erworben werden, nachdem seine Bedeutung für die Dokumentation der nacheiszeitlichen Verbreitung des Elches auf bayerischem Boden erkannt worden war. Der Fundort Walchensee ist der höchstgelegene und, nach dem Königssee, mit 189,5 Meter Tiefe der zweittiefste der größeren bayerischen Alpenseen. Die Gestalt des heutigen Seebeckens wurde durch die Vergletscherung während der letzten Eiszeit (Würmglazial) geprägt. Während dieser Zeit lagerten sich Moränenmaterial und von Eisschmelzwasser transportierte Schotter im See ab, die in der jüngsten Erdgeschichte von Seeschlamm überdeckt wurden, aus welchem der hier gezeigte Schädel stammt. Trotz deutlicher Transportschäden, die zur Abtragung der äußersten Knochenschicht geführt haben, finden sich am Fundobjekt Merkmale, welche den nacheiszeitlichen Europäischen Elch kennzeichnen. Elche (Alces alces) sind heute die größten Hirsche. Augenfälligste Merkmale sind die seitlich aus dem Schädel wachsenden Geweihstangen ohne Augsprossen. Bei allen anderen Hirschen sitzen die Geweihstangen auf dem Schädeldach und tragen eine Augsprosse (unterste, meist nach vorn weisende Sprosse eines Hirschgeweihs). Am rechten Geweihast ist zudem die Basis der an die Stange anschließenden plattigen Verbreiterung der Geweihschaufel erhalten, die ein weiteres Merkmal des Elchs darstellt. Artspezifisch für A. alces ist der Abstand von ca.150 mm zwischen Rose und Basis der Schaufel, der bei allen eiszeitlichen und voreiszeitlichen Elcharten deutlich größer ist. Die Durchmesser der Geweihstangen (ca. 60–70 Millimeter) lassen auf einen kapitalen Elchhirsch schließen. Da Elche schon vor mehr als 1000 Jahren in Mitteleuropa ausgerottet wurden, und die geologische Entwicklung des Seebeckens ein nacheiszeitliches Alter wahrscheinlich macht, stellt der Fund aus dem Walchensee eine der wenigen Überlieferungen eines nacheiszeitlichen bayerischen Elches dar. Die allgemein frühesten Reste des heutigen Europäischen Elches in Deutschland sind aus dem baden-württembergischen Spätglazial bei Sigmaringen nachgewiesen. Elche gehörten damals zu den wenigen Großsäugern, die Mitteleuropa nach der Vereisung wieder besiedelt hatten. Darstellungen in Höhlenzeichnungen der gesamten nördlichen Hemisphäre zeigen, dass Elche seit Beginn des Pleistozäns von Menschen gejagt werden. Im Holozän ab 11700 Jahren vor heute war der Elch in weiten Teilen Europas verbreitet. Im süddeutschen Raum war er aber immer im Vergleich zu anderen Pflanzen fressenden Großsäugern ein seltenes Faunenelement, wie Funde aus archäologischen Grabungen zeigen. Sein Verschwinden im Mittelalter ist auf klimatische und anthropogene Einflüsse zurückzuführen. Die letzten heimischen Elche waren als Jagdtiere bei den Adeligen so beliebt, dass die Art ausgerottet bzw. nach Osten und Skandinavien zurückgedrängt wurde. Eine der letzten Erwähnungen eines heimischen Elches in Süddeutschland stammt aus dem Jahr 764 nach Christus. Seit 1970 wandern Elche von Tschechien aus sporadisch wieder nach Bayern ein. Der Fund vom Walchensee ist ein direkter Nachweis der bayerischen Verbreitungsgeschichte von Alces alces. Er besitzt somit eine wichtige Bedeutung als Beleg zur Entwicklung der Biodiversität in der jüngsten Erdgeschichte Bayerns und könnte an keinem Platz besser aufgehoben sein, als in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Ob es sich nun um einen frühholozänen oder bereits einen der allerletzten bayerischen Elche handelt, lässt sich nur mit Hilfe einer noch ausstehenden 14 C-Datierung feststellen. Sicher ist, dass es sich um einen Elchhirsch handelt, der in der Blüte seines Lebens aus unbekannten Gründen starb. Denkbar wäre ein Sturz in den Walchensee, aus dem er auf Grund der Steilufer nicht mehr herausklettern konnte. Gertrud Rößner & Christoph Mayr.
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Das Fossil des Monats April Cephalopodenkalk aus der griechischen Trias Obere Mitteltrias; Ladin (absolutes Alter 237 bis 228,7 Millionen Jahre). Foto Manuela Schellenberger/ © Paläontologisches Museum München.
Rote Kalke mit fossilen Kopffüßern (Cephalopoden) zählen zu den schönsten Gesteinen des Erdmittelalters. Die vorliegende Fossilstufe enthält zahlreiche Cephalopoden (Ammoniten, Nautiliden), die zur Verwandtschaft der heutigen Tintenfische und von Nautilus gehören. Das Gestein stammt von einem bekannten Vorkommen aus Griechenland (Peloponnes) nahe dem Ort Epidauros bei Ligourion in unmittelbarer Nähe zur berühmten Heilstätte Asklepieion. Es ist ladinischen Alters und somit zwischen 237 und 228,7 Millionen Jahre alt. Die fossilführenden Rotkalke von Epidauros treten als ca. 600 Meter lange und 50 Meter mächtige Linse auf, die von Kieselschiefern umgeben wird. Insgesamt umfassen die Kalke einen Zeitraum vom Anis (mittlere Trias) bis zum Nor (obere Trias). Die Rotkalke von Epidauros lieferten eine große Zahl von Ammoniten- und Nautilidenarten, die erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben wurden. Die Fossilstufe ist etwa 35 Zentimeter breit und besteht aus einem roten, feinkörnigen Kalk, in den zahlreiche Cephalopoden mit einem dunklen Überzug aus Eisen- und Manganoxid eingebettet sind. Bei den Fossilien handelt es sich um längliche, gestreckte Cephalopoden, Ammoniten und eingerollte Nautiliden. Die Diversität ist beträchtlich und umfasst die Ammoniten Protrachyceras longobardicum, Procladiscites crassus, Sturia cf. semiarata, Sageceras sp., Arcestes sp., Monophyllites sp. und Gymnites sp. Die länglichen, gestreckten Cephalopoden werden im Allgemeinen der Gattung Michelinoceras zugeordnet, die allerdings eher typisch für das Paläozoikum ist. Die Anwesenheit von Protrachyceras longobardicum belegt, dass die Fossilstufe ladinischen Alters ist. Cephalopodenreiche Rotkalke sind fast aus der gesamten Trias bekannt. Nach Vorkommen aus der oberen Trias von Österreich werden solche Gesteine als „Hallstätter Kalke“ bezeichnet. Die Hallstätter Fazies war in der Trias im gesamten tropisch warmen Tethys-Ozean verbreitet. Beispielsweise gibt es Vorkommen in den Alpen, in Griechenland und auf Timor. Cephalopoden leben im Allgemeinen frei schwimmend in der Wassersäule. Sie können jedoch zum Teil auch am Meeresboden gelebt haben. Die große Zahl von pelagischen (im offenen Meer lebenden) Organismen deutet auf eine küstenferne Bildung solcher Ablagerungen hin. Dafür spricht auch das weitgehende Fehlen von Sand oder Ton, die in küstennahen Sedimenten in größerer Menge zu erwarten wären. Man nimmt an, dass Hallstätter Kalke auf küstenfernen submarinen Schwellen entstanden sind. Die Wassertiefe betrug mindestens einige Zehner Meter, könnte aber durchaus auch zwischen 100 und 200 Meter betragen haben. Winzige Bohrspuren von Cyanobakterien („Blaugrünalgen“) in den Cephalopodenschalen zeigen, dass der Ablagerungsbereich der Kalke noch in der durchlichteten Zone gelegen habe muss, da diese Organismen Photosynthese betreiben. Die Rotfärbung des vorliegenden Kalkes durch Eisenoxid und das Vorhandensein von Eisen-Mangankrusten sind typische Hinweise für geringe Sedimentationsraten. Die gute Erhaltung der Fossilien hängt vermutlich mit den Krusten zusammen, die die Schalen vor Beschädigung schützten. Die Überzüge aus Eisen-Manganoxiden entstanden also in einer frühen Phase der Fossilisation. Oft sind die Fossilien in Linsen oder Nestern angereichert. Dies spricht für Umlagerungsprozesse, für die es auch andere Hinweise gibt, z. B. fossile Wasserwaagen, die eine unterschiedliche Orientierung anzeigen sowie eine strömungsbedingte Einregelung der Fossilien. Alexander Nützel
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Frühlings-Gartenfest Samstag, den 24. April 2010, von 11 bis 16 Uhr 10 Jahre Findlingsgarten! Attraktionen: Schleifen und Polieren von Naturstein, Und es gibt einige Überraschungen! Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt werden. Der Eintritt ist frei. Zum Findlingsgarten siehe Leitfossil.de 2008: "Nordische Geschiebe im Findlingsgarten Seddiner See" (Klaus-Dieter Jänicke; 5.12.2008; Geologisches; 17 S., 21 Abb.).
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Die Associación Paleontolológica y Mineralógica d'Onda, ein Zusammenschluss von Fossilien- und Mineralienfreunden, Amateuren wie Fachleuten, publiziert dieses Jahr das erste Werk einer neuen Buchreihe: Clypeasteroida Unser Korrespondent Manuel Saura Vilar verfasste zusammen mit seinem Freund Juan Antonio García Vives ein Buch über die Seeigel der Clypeaster-Gruppe. Es erscheint als Band 1 der neuen Reihe „Nomochirus“ und wird herausgegeben von der Associación Palaeontológica y Mineralógica de Onda. Der nächste Band erscheint 2011 und behandelt die Cidaroida. Auf 170 Seiten werden 46 Gattungen von 13 Familien vorgestellt und mit 101 hervorragenden Fotos abgebildet. Die gezeigten Fossilien sind ausgewählte besonders schöne und meisterhaft präparierte Exemplare. Textabbildungen und 14 Karten informieren über Terminologie und Vorkommen. Die vorgestellten Clypeasteroida stammen aus Schichten vom Eozän bis zum Quartär von Fundstellen in aller Welt, jedoch mit Schwerpunkt auf den neogenen Formen aus Iberien.
Das Buch kann bei Richter-Fossilien bestellt werden, auf dem Wege der Vorbestellung. Es wird im Juli ausgeliefert. Vorbestellungen sind möglich bis zum 15. Juni dieses Jahres. Der Preis beträgt bei Vorbestellung 27 € zuzüglich 2 € Versand. Wenn Sie ein Exemplar kaufen wollen, bitten wir um eine entsprechende eMail an
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Liebe Fossilienfreunde, Mitte März ist die vierte Zeitschrift der Reihe "Der Steinkern" erschienen. Vielleicht sind auch für Sie interessante Artikel darin enthalten? Wenn ja, so können Sie das Heft 4 mit dem Betreff "Der Steinkern 4" via Email an soenke@steinkern.de zum Preis von 8,50 Euro + 1 Euro Versand bestellen. Geben Sie bitte Ihre Versandadresse mit an. Ich sende Ihnen umgehend eine Bestellbestätigung mit meinen Bankdaten. Im Abonnement kostet die Zeitschrift nur 7 Euro + 1 Euro Versand. Wenn Sie an einem Abonnement interessiert sind und detailliertere Informationen dazu wünschen (oder sich für eine der zuvor erschienenen Zeitschriften interessieren), fragen Sie unverbindlich per Email an. Ich sende Ihnen gerne alle nötigen Informationen zu. Damit die Zeitschrift nicht die sprichwörtliche "Katze im Sack" bleibt, nenne ich im Folgenden die im Heft behandelten Hauptthemen: R. Albert, Fossilien aus dem Ornatenton von Gruibingen (9 Seiten); P. Winkler, Sammlerporträt: Wolfgang Fischer und seine Pleurotomarien (5 Seiten); V. Schlampp, Der Steinbruch Deuerlein in Gräfenberg (9 Seiten); S. Wagner : Die Hörselbergumfahrung bei Eisenach - Geologie und Muschelkalk-Fossilien (9 Seiten); K. Nungesser & B. Talosi, Der Pfadberg bei Stadecken - Neue Funde von einer klassischen Lokalität, 1. Teil (9 Seiten); U. Resch, Präparation und Teilrekonstruktion einer Stufe mit drei Ceratargen aus dem Devon von Zireg / Marokko (6 Seiten); A. E. Richter, Seeigel aus dem Oxfordien des Porcien (Nordost-Frankreich) (7 Seiten); U. Resch & A. Rückert, Schnabelfische aus den Solnhofener Plattenkalken (7 Seiten). Es würde mich freuen, wenn die Zeitschrift auf Ihr Interesse stößt. Die ISSN der Zeitschrift lautet 1867-8858. Heft 4 umfasst 68 Seiten, ist im Format DIN A5 gehalten, komplett farbig, Offset gedruckt und wie alle Erscheinungen ab Heft 2 der Zeitschriftenreihe werbefrei (sieht man von der Beilage loser Flyer ab). Mit freundlichem Gruß, Sönke Simonsen
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Die Associación Paleontolológica d'Onda, ein Zusammenschluss von Fossilienfreunden, Amateuren wie Fachleuten, publiziert jedes Jahr ein Poster mit Abbildungen regional vorkommender Fossilien. Das Poster des Jahres 2010 heißt "Clypeasteroida II" und ist gerade erschienen. Es zeigt 40 Seeigel der Clypeaster-Gruppe aus aller Welt, vom Eozän bis zum Quartär. Die ausgezeichneten Fotos wurden von Manolo Saura Vilar und Juan Antonio García Vives gemacht und zeigen teils Raritäten und Besonderheiten, aber auch ganz normale Sammelstücke. Alle abgebildeten Fossilien sind von hervorragender Qualität.
Das Poster des Jahres 2009 heißt "Clypeasteroida I" und zeigt ebenfalls 40 Seeigel der Clypeaster-Gruppe aus aller Welt, allerdings mit Schwerpunkt Iberische Halbinsel, vom Eozän bis zum Quartär.
Die Poster sind eine gute Bestimmungshilfe und auch ein schöner Wandschmuck. Die Poster kosten je € 6.- zuzüglich Versandgebühren (gefaltet € 1,50, gerollt € 6,60). Weitere Poster der Associación Paleontolológica d'Onda finden Sie bei Richter-Fossilien-Reisen.de, unter Bücher - Paläontologie/Geologie. Bei Richter-Fossilien können Sie die Poster auch bestellen.
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Wir treffen uns an den angegebenen Terminen (jeweils ein Freitagabend, meist der dritte Freitag im Monat) ab 19 Uhr. Beginn der Vorträge etwa 20 Uhr 30. Treffpunkt ist die Sportgaststätte Hammel (Hammel liegt westlich von Neusäß, bei Augsburg; Autobahnausfahrt Adelsried). Unser Programm besteht aus Vorträgen (auch allgemein naturkundlichen oder landeskundlichen Inhalts). Dazu kommen im Jahresverlauf einige Exkursionen. Bei den Kurzreferaten werden jeweils Fundstücke vorgestellt oder interessante Erlebnisse berichtet, in Form einer etwa 5 Minuten dauernden freien Darstellung. Kontaktadresse für weitere Informationen: Wir freuen uns über Gäste und neue Fossilienfreunde! Unser Programm für 2010: 15. Januar. 2010
Dr. Hans-Jochen Gregor, Olching: „Indien! Naturwissenschaftliche Reise durch Indien – zwei Monate zwischen Hochkultur und Dschungel (Mogli läßt grüßen)“. Im Süden Tamil Nadu und Andhra Pradesh mit Zentrum Kodaikanal und Madras, im Norden von Delhi nach Lucknow und in die Siwaliks. Land und Leute, Geologie (Dekkan-Trapp!), Paläontologie (Säugerfaunen der Siwaliks!), Vorgeschichte, Botanik, Hinduismus und Buddhismus, Handwerk und Technik, Fossil Park und Golconda-Lakkolith, Taj Mahal und Garküchen.usw. Ein kleiner Schritt auch ins Alltagsleben Indiens. Dia-Vortrag. 19. Februar 2010
Siegfried Wiescholek, Nürnberg, präsentiert eine von Max Wittmann verfasste PowerPointPräsentation: „Samländischer Bernstein – Lagerung, Gewinnung, Inklusen“. Max Wittmann war engagierter Inklusensammler; seine Sammlung umfasste eine Vielzahl von Inklusen vom Alltäglichen bis zu Besonderheiten (Gecko!). Siggi W. zeigt ergänzend eine etwa fünfzehnminütige Filmsequenz über Abbau, Gewinnung und Verarbeitung des Bernsteins. 19. März 2010
Maximilian Gems, Neusäß: „Indien“ (1). Erster Teil einer Bilderzählung über eine eindrucksvolle Indienreise, geschaffen von einem hervorragenden und begeisterten wie auch hochbegabten Fotografen. Ausgezeichnete Kontrastierung zu Gregors Indien-Vortrag vom 15. Januar. Dia-Vortrag mit Überblend-Projektion. 16. April 2010
Maximilian Gems, Neusäß: „Indien“ (2). Der zweite Teil des Berichtes über eine hochinteressante Indien-Reise. Dia-Vortrag mit Überblend-Projektion. 21. Mai 2010
Uwe Ryck, Oderding: „Gotland – die Insel der verbotenen Fossilien“. Der Referent erzählt von der (auch) in den Kreisen der Fossiliensammler berühmten Ostseeinsel, erzählt über Land und Leute, erläutert Geologie und Schichtfolge und bespricht Fossilinhalt und Fossilfunde. Randlich geht er auch auf die Problematik beim dortigen Fossiliensammelns ein. 18. Juni 2010
Andreas Richter, Augsburg: „Die Belemniten - hässliche Entlein unter den Fossilien.“ Es stimmt schon, eine bestechende Formenvielfalt oder auffallende Oberflächenverzierungen zeigen diese Fossilien nicht: Die merkmalsarmen Rostren der Belemnitentiere bestechen nicht unbedingt durch Schönheit. Also - eine "langweilige Gesellschaft", wie schon Theodor ENGEL sagte. Aber: In manchen Jura- und Kreideschichten treten sie in großer Zahl auf, sind also einfach zu sammeln, sie ermöglichen gewisse ökologische Aussagen, sind wichtige Faziesfossilien und in der Oberkreide wichtige Leitformen. Und: Sie sind meist einfach zu präparieren (was auch den Anfängern die Gewinnung von postpräparativ wohlerhaltenen Sammlungsstücken ermöglicht). 16. Juli 2010
Hannes Peschl, Laufen/Salzach: „Die Salzach vom Ursprung bis zur Mündung und ihre Kieselsteine.“ Die Salzach entspringt in den Kitzbüheler Alpen am Salzachgeier und legt bis zur Einmündung in den Inn nördlich Burghausen eine Wegstrecke von ca. 200 Kilometern zurück. Dabei durchfließt sie unterschiedlichste geologische Zonen vom Penninikum über die Grauwackenzone, Nördliche Kalkalpen, Flyschzone, Helvetikum bis zur Molassezone. Entsprechend vielseitig sind die mitgeführten und im Flussbett gelagerten Kieselsteine, die u.a. auch vom Salzachgletscher verfrachtet wurden. Das Spektrum reicht von Quarz über Serpentin, Granaten, Schörl usw. bis zu Korallen, Muscheln, Schnecken und Untersberger oder Adneter Marmor. Natürlich wird im Vortrag insbesondere die Umgebung von Laufen und Oberndorf mit seinen Besonderheiten und Brauchtum gezeigt. Der Vortrag bietet Geologie, Landeskunde und Brauchtum, und alles mit wunderschönen Bildern! Das Bild des Referenten zeigt ihn inmitten einer Kieselholz-Halde im Petrified Forest in Arizona - er fühlt sich wie Dagobert Duck im Geldbad! Besprechung der Logistik zum im August stattfindenden Besuch des Münchner Botanischen Gartens . 21. August 2010
Dr. Josef Bogner, Gersthofen: „Botanischer Garten München“. Der Araceen-Fachmann und weitestgereiste (von den Dajaks über Madagaskar bis nach Sokotra) ehemalige Mitarbeiter des Münchner Botanischen Gartens führt uns durch die Anlagen und im Haus, u.a. wird er uns auch einen kleinen Einblick ins Herbar gewähren. 17. September 2010
Prof. Dr. Michael Krings, München: „Der oberkarbonische Steinkohlenwald – neue Facetten eines alten Ökosystems.“ Die ausgedehnten Sumpfwälder des europäischen und nordamerikanischen Oberkarbons, die so genannten Steinkohlenwälder, gehören heute zu den am besten untersuchten fossilen Ökosystemen, und in fast jedem naturhistorischen Museum in der Nähe von Steinkohlen-Abbaugebieten und darüber hinaus findet man bildliche Darstellungen (Rekonstruktionen) dieses Lebensraumes. Unser Wissen über die Pflanzenwelt des oberkarbonischen Sumpfwaldes basiert auf einer Vielzahl gut erhaltener Fossilien, von denen einige den inneren Aufbau (die Anatomie) der Pflanzen zeigen, die meisten aber Abdrücke der verschiedenen Pflanzenteile sind, die zwar nichts über die innere Anatomie aussagen, wohl aber Aufschlüsse über die Morphologie (äußere Gestalt) und nicht selten auch über die Wuchsform der Pflanzen geben. Die Vegetation des oberkarbonischen Sumpfwaldes besteht im Wesentlichen aus vier Gruppen von Pflanzen: (1) baumförmigen Lycophyten, sehr weitläufigen Verwandten der heutigen Bärlapp-, Moosfarn- und Brachsenkrautgewächse, (2) baumförmigen Calamiten, weitläufigen Verwandten der heutigen Schachtelhalme, (3) verschiedenen krautigen und baumförmigen Farnen sowie (4) Cordaiten und Samenfarnen, nacktsamigen Pflanzen aus der weiteren Verwandtschaft der heutigen Nadelbäume und Zykadeen. Der Vortrag gibt, ausgehend von einigen der klassischen Landschafts-Rekonstruktionen des Steinkohlenwaldes, einen Einblick in die Pflanzenwelt des europäischen und nordamerikanischen Oberkarbons und zeigt an Hand von Beispielen aus der Gruppe der Samenfarne auf, wie neue Fossilfunde, Forschungsansätze und Methoden in jüngster Zeit unserem Bild dieses alten Ökosystems neue Facetten hinzugefügt haben. 22. Oktober 2010 Vorerst ist dieser Termin noch nicht fixiert, da derzeit eine zweitägige Exkursion in die Nördliche Frankenalb am 22. und 23. Oktober diskutiert wird. Bei Durchführung der Exkursion entfällt der Vortragsabend. Nach Klärung aktualisieren wir das Programm an dieser Stelle. 19. November 2010
Dr. Günter Schweigert, Stuttgart: „Der Schwarze Jura in Süddeutschland.“ Der Unterjura in Süddeutschland wurde vor allem durch die weltberühmten Fossilien (Haie, Fischsaurier, Paddelechsen, Seelilienkolonien) aus dem Posidonienschiefer von Holzmaden und Umgebung bekannt. Aber natürlich gibt es darüber hinaus noch viel mehr Interessantes aus anderen Schwarzjura-Formationen zu berichten, mit denen der Referent, Kurator für die Wirbellosen-Fossilien am Stuttgarter Naturkundemuseum, täglich zu tun hat. Viele der Stücke sind mit interessanten Geschichten verknüpft oder lassen spannende Schlussfolgerungen zu. Das Spektrum reicht von Pflanzen über Spurenfossilien, Ammoniten und andere Kopffüßer bis zu Krebsen und Korallen. 10. Dezember 2010
Offener Abend – kein Programm außer einem kurzen PPP-Rückblick aufs abgelaufene Jahr (Bilder mitbringen!) – Fundvorweis, lockere Sprüche, allgemeiner Rückblick und Vorschau.
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Am Dienstag, 16. März 2010 wird um 22:00 Uhr im SWR-Fernsehen ein FahrMalHin-Porträt gesendet: Die Redakteurin Natascha Walter hat u.a. im Maarmuseum Manderscheid, im Kloster Himmerod, im Steinbruch Pantenburg, im Lavasteinbruch Wartgesberg in Strohn, in Daun und Umgebung tolle Winterbilder aus der Vulkaneifel eingefangen!
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Ein neuer Wintereinbruch! Der Richtersche Garten am 8. März 2010. |
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Das Fossil des Monats Februar Trilobit der Tattung Chotecops Unterdevon; Unterems (Hunsrück-Schiefer; absolutes Alter ca. 405 Millionen Jahre). Foto Manuela Schellenberger/ © Paläontologisches Museum München.
Abbildung: Trilobit der Gattung Chotecops aus dem Unterdevon (Unterems; Hunsrück-Schiefer) von Bundenbach. Länge ca. 6 cm. Die Hunsrückschiefer zählen zu den bedeutendsten Fossil-Fundschichten in Europa. Für die Zeit des Unterdevons sind die Fossilien der Hunsrückschiefer weltweit einmalig. Es handelt sich vor allem um Seelilien, Seesterne, Schlangensterne, Panzerfische, Trilobiten, Krebse und Quallen. Der damalige Lebensraum dieser Organismen -vor ca. 400 Mio. Jahren- befand sich in einem Meer, welches dem sogenannten Old-Red-Festland südlich vorgelagert war. Die Küstenlinie verlief seinerzeit etwa auf der Höhe von Essen über Aachen nach Namur. Der Grund des Meeres war in absinkende Gräben und höhergelegene Schwellen gegliedert. Flüsse trugen große Mengen an festländischem Material ein, welches in weit ausgreifenden, fächerförmigen Schüttungen auf dem Meeresboden abgesetzt wurde. Ruckartige Bewegungen im Bereich der Graben- bzw. Schwellenränder lösten von Zeit zu Zeit Erdbeben aus, die ihrerseits an instabilen Böschungen zu Rutschungen und Schlammströmen führten. Diese katastrophalen Ereignisse verschütteten die am ansonsten ruhigen Meeresboden befindliche Lebewelt. Nach der plötzlichen Einbettung in das feine schlammige Sediment erfolgte die chemische Umsetzung der Tierleichen, offensichtlich unter Mitwirkung von Mikroben, zu feinkristallinem Schwefeleisen oder Kieselsäure. Dieser Fossilisationsprozess erfasste nicht nur die Hartteile, sondern vielfach auch die Weichteile, wie z.B. Haut und Muskulatur. Er erlaubt darüber hinaus die röntgenographische Analyse, die in den 1960er Jahren von W. Stürmer perfektioniert wurde und zum Teil klar umrissene Bilder der Struktur und Morphologie der Bundenbach-Fossilien hervorbrachte. Die hier ausgestellte Schieferplatte zeigt den spektakulären Fund eines Trilobiten der Gattung Chotecops in Seitenansicht. Neben dem Panzer, der ursprünglich aus Chitin mit Kalkeinlagerungen besteht, hat hier der Fossilisationsprozess auch die Weichteile wie Antennen, Gliedmaßen, Verdauungstrakt und Augen erfasst. Trilobiten sind eine auf das Erdaltertum beschränkte Gruppe von Gliedertieren, die allerdings mit über 1500 Gattungen zu den Hauptgruppen der fossilen Überlieferung überhaupt gehören. Sie weisen eine charakteristische Dreigliederung auf in ein Kopfschild (Cephalon), einen Rumpf (Thorax) und ein Schwanzschild (Pygidium). Die erste Extremität stellt eine einästige Antenne dar, die weiteren sind gleichartige Spaltbeine mit Schreit- und Kiemenast. Die Augen sind in der Regel Facettenaugen mit polygonal, eng aneinander grenzenden Linsen. Seltener und für die Gruppe der Phacopida (inkl. Chotecops) kennzeichnend sind Komplexaugen mit voneinander getrennten, meist runden Linsen. Neben dem wissenschaftlichen Wert für die Paläontologie waren die Hunsrückschiefer auch über lange Zeit von großem wirtschaftlichen Nutzen. Schieferdächer und mit Schiefer verkleidete Wandfassaden prägen im Rheinischen Schiefergebirge noch heute vielfach die Ortsbilder. Bemerkenswert ist auch die Verwendung des Schiefers für die Herstellung von Schreibtafeln. Bis Mitte des 1960er Jahre haben wohl die allermeisten Schulanfänger ihre ersten Schreibversuche auf Bundenbacher Dachschiefertafeln gemacht. Schon die Römer haben die Schiefer in zahlreichen kleinen Gruben gewonnen, später, mit dem Zeitalter der Eisenbahn, entstanden größere Bergwerke. Um 1900 erreichte die Schiefergewinnung ihre größte Ausdehnung, 1965 wurde sie weitestgehend eingestellt und musste der Konkurrenz aus Südeuropa weichen. Martin Nose
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Die 16. Bitterfelder Mineralienbörse findet am Sonntag, den 31. Januar 2010 in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr im Kreismuseum Bitterfeld statt. Über die Veranstaltung im Jahr 2009 können Sie im LEITFOSSIL.de, Jahrgangs-CD 2009, im Kapitel „Börsen“ nachlesen. Entgegen des Titels werden sicherlich auch ein paar Fossilien angeboten werden. Bestimmt wird auch Bernstein aus der Goitsche, also von der Bitterfelder Lagerstätte, angeboten werden, roh oder poliert, mit oder ohne Inklusen. Unten ein Eigenfund von A.E.R. aus dem Jahr 1998, ein Stück mit immerhin 84 Gramm. Sammlung und Foto A.E.R.
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Das Fossil des Monats Januar Wendeltreppen-Schnecke der Art Sthenorytis proglobosa SACCO, 1891 Unteres Miozän; Unterottnang (absolutes Alter ca. 18 Millionen Jahre). Foto Georg Janßen © Paläontologisches Museum München.
Wendeltreppen-Schnecken hat der Volksmund die Familie genannt, zu der das hier gezeigte Stück gehört – und spielt damit auf die typische Ornamentierung der Gehäuse mit regelmäßig angeordneten radialen Rippen oder Lamellen an. Die Regelmäßigkeit und filigrane Ausformung dieser Elemente hat den Menschen seit jeher fasziniert, und so finden sich die Schalen heutiger Wendeltreppen-Schnecken auch in vielen der mittelalterlichen Naturalien-Kabinette Europas. Die Wissenschaft kennt hunderte fossile und heute lebende Arten dieser Familie, der Epitoniidae. Die meisten dieser Arten sind jedoch nur einige Millimeter groß und geben ihre Schönheit dem Betrachter nur bei entsprechender optischer Vergrößerung preis. Das Fossil des Monats gehört also zu den absoluten Riesen in dieser Schneckengruppe. Gefunden wurde es in Sedimenten der Oberen Meeresmolasse in einer kleinen Tongrube im Landkreis Passau. Vor etwa 18 Millionen Jahren waren die dort vom Bayerischen Wald nach Süden ziehenden Granitfelsen vom Molassemeer überspült und von einer Vielzahl von Meeres-Organismen besiedelt, bevor sich das Meer wenig später aus dieser Gegend endgültig zurückzog. Was macht nun diese Schnecke für uns Paläontologen interessant? Zunächst natürlich ist man auch als Wissenschaftler immer wieder fasziniert von der Perfektion, mit der die Natur aufwartet. Daneben hat die Familie der Epitoniidae aber auch einige Besonderheiten zu bieten. Das Gehäuse dieser Schnecken ist, wie bei allen Schnecken, aus Kalk aufgebaut. Nun ist Kalk aber nicht gleich Kalk, sondern kommt in verschieden Kristallstrukturen vor. Üblicherweise sind Schneckenhäuser aus der Variante Aragonit aufgebaut, die unter normalem Atmosphärendruck bereits bei rund 300°C instabil wird, einer Temperatur, die bei geologischen Vorgängen, die meist mit erhöhtem Druck einhergehen, schnell erreicht wird. So auch in der besagten Tongrube, in der deshalb Fossilien aus Aragonit fehlen. Dass die Schnecke erhalten geblieben ist, verdankt sie der Tatsache, dass ihre Schale aus der stabileren Kalk-Variante Kalkspat besteht, was eine große Ausnahme unter den Schnecken darstellt. Eine weitere Besonderheit der Epitoniidae ist ihre Lebensweise. Ein Großteil der heute bekannten Arten lebt als Parasiten an Korallen, Seeanemonen und anderen Nesseltieren. Die Schnecken ernähren sich vom Schleim ihrer Wirte oder fressen direkt an deren Körperteilen. Dabei profitieren sie zusätzlich von der effektiven Verteidigungsstrategie der Nesseltiere, die mit ihren Nesselzellen viele Fressfeinde abwehren, die auch den Schnecken gefährlich werden könnten. Deshalb legen die Epitoniiden auch ihre Eipakete auf den Korallen ab. Häufig sind die Schnecken auf nur eine oder einige wenige bestimmte Korallen oder Seeanemonen spezialisiert, was sicher maßgeblich zu der großen Artenzahl der Schnecken beiträgt. Auch Sthenorytis proglobosa hat wohl auf und von Korallen gelebt. Zumindest gibt es in den wenigen Fundstellen, in denen man bislang Fossilien der Gattung Sthenorytis gefunden hat (Miozän von Niederbayern, Norditalien und Ungarn) auch größere Einzelkorallen der Gattung Flabellum , und der Verdacht liegt nahe, dass dies kein Zufall ist. Über die Lebensweise der wenigen heute lebenden Vertreter der Gattung weiß man so gut wie nichts. Sie wurden bislang nur in Wassertiefen von etwa 60 bis über 1000 Metern in der Karibik sowie um Galapagos gefangen. Wer also die eigene Sammlung mit einem vergleichbaren Exemplar bestücken will, wird wohl länger suchen, oder, wie wir, einfach Glück haben müssen. Simon Schneider.
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Die Resonanz auf die Vorstellung eines Treffens unseres Fossiliensammler-Kreises ("Ein Abend bei den Fossilienfreunden Augsburg" - 20.9.2009) war sehr erfreulich. Anrufe und eMails zeigten das Interesse an solchen Sammlergruppen ganz allgemein. Es wurde nach ähnlichen Gruppen oder Vereinen in der eigenen Nachbarschaft gefragt. Mag sein, dass wir mit diesen Berichten zumindest einige „Unorganisierte“ aus ihrer Reserve heraus locken können, was dem „Nachwuchs“ all solcher Sammlergruppen sehr zuträglich wäre. Wobei es nicht darum geht, möglichst viele Leute zu organisieren nur der Zahl wegen, nein. Die Erfahrung zeigt aber, dass bei mehr Sammlern logischerweise ein deutlich größeres Spektrum an Ideen und Anregungen geboten ist, und das nutzt jedem. Deshalb also hier ein weiterer kleiner Bericht zu einem typischen Augsburger Abend in der Hoffnung auf positive Aufnahme und Animationswirkung. Wir trafen uns am 16. Oktober wie immer in der Sportgaststätte Hammel. Etwa ab 19 Uhr trudelten die Freunde ein, stärkten sich (bei mir wieder „Ente knusprig, bitte doppelt knusprig“ – es war super gut!), diskutierten und freuten sich auf das Referat des Abends.
Abbildungen 1 und 2 (oben): Der Referent des heutigen Abends, Prof. Dr. Michael Krings, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität und Kustos an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie (Paläobotanik). Daneben ein Dünnschliff-Präparat von Rhynie Chert aus der Sammlung Max Hirmer, seinerzeit Professor an der Universität München, also ein Vorgänger von Professor Krings. Prof. Dr. Michael Krings aus München dozierte über den „Rhynie Chert“: „Landpflanzen, Tiere und Mikroorganismen vor 400 Millionen Jahren, perfekt erhalten im unterdevonischen Rhynie Chert“. Dieser weltberühmte Hornstein aus Aberdeenshire in Schottland steht oberflächlich nicht an, war ursprünglich nur von Feldfunden bekannt und wurde vor rund 10 Jahren durch einen Schurf erschlossen. Das Vorkommen steht unter strengem Schutz, und die Feldfunde sind mittlerweile auch versiegt – neues Material bleibt weitgehend aus. Michael Krings erklärte Vorkommen, Alter und Entstehung der Fossil-Lagerstätte und stellte an Hand von Beispielen die hier überlieferte unterdevonische Landpflanzen-Gemeinschaft vor. Dies alles in Form einer hervorragend gestalteten PowerPointPräsentation, optimal kommentiert: Ein hervorragender Dozent, der dieses schwierige Thema gut verständlich und interessant vermittelte! Wir hörten über das „Rhynie–Ökosystem“, die dort lebenden einfach gebauten blatt- und wurzellosen Landpflanzen und über die verschiedenen Gruppen von dort lebenden Gliederfüßern (z.B. Krebse, spinnenartige Tiere), über Fadenwürmer und zahlreiche Mikroorganismen (Bakterien, Cyanobakterien, Pilze, Mikroalgen). Die Organismen gingen miteinander ganz unterschiedliche Wechselbeziehungen (Symbiosen) ein. Die Präsentation und Interpretation dieser Lebensformen und ihrer Wechselbeziehungen war faszinierend.
Abbildung 3 (oben): Ein Handstück Rhynie Chert, gesägt und flüchtig anpoliert, mit den Querschnitten von Pflanzen-Stängeln. Bildbreite ca. 5 cm. Ergänzt wurde das Referat durch Handgreifliches in Form von Rhynie-Chert-Handstücken und einigen Dünnschliffen noch aus der Sammlung HIRMER, der ja u.a. bekannt ist durch sein „Handbuch der Paläobotanik“ (1927). Am Binokular konnten Anschliffe und Dünnschliffe
Abbildung 4 (oben): Diskussion und Erklärungsversuch - Olaf Müller bei einem Privat-Kolloquium von Professor Krings.
Abbildung 5 (oben): Am Binokular Uwe Ryck, beim Studium eines Dünnschliffs aus der HIRMERschen Sammlung.
Abbildung 6 (oben): Und weil ich die Glasplatte, notwendig für Durchlicht-Betrachtung, vergessen hatte, wurde improvisiert: Ein Loch in einen Bierfilz geschnitten, fertig ist der Objekt-Rahmen...
Abbildung 7 (oben): Dünnschliff-Präparat; prominent Asteroxylon mackiei. Aus der Sammlung Max Hirmer, angefertigt von W. Hemingway in Derby, seinerzeit berühmt für die schönen Präparate.
Abbildung 8 (oben): Bernhard Sebald am Binokular, Michael Krings, Uwe Ryck und Franz Tausch am Laptop.
Abbildung 9 (oben): Großes Interesse fand auch das seit längerer Zeit erste und in der Tat einzige aktuelle Lehrbuch der Paläobotanik. Einer der Autoren ist Michael Krings. Auf 1230 Seiten werden alle Themen ausführlich abgehandelt, von einer allgemeinen Einführung über das präkambrische Leben, die Gymnospermen und Blütenpflanzen bis zur "Interaction Between Plants and Animals". Die weitgehend farbige Bebilderung (geschätzt wenigstens 2500 Abbildungen) lässt keine Wünsche offen. [T. N. TAYLOR, E. L. TAYLOR & M. KRINGS (2009): Paleobotany. The Biology and Evolution of Fossil Plants. Elsevier, Amsterdam etc. - Zu beziehen z.B. über Amazon.de für € 74,95.] Und jetzt: Herzlichen Glückwunsch, Uwe, zum 50zigsten!!
Abbildung 10 (oben): Dieses Bild zeigt Uwe - um die Ontogenie zu verdeutlichen - bei seinem Geburtstag im Jahr 2002, auf einem Seeigel-Feld im Médoc. Den aktuellen Zustand sehen wir auf den Abbildungen 5 und 8. Unser Fossilien-Freund Uwe Ryck war vor kurzem 50 geworden. Wir gratulierten herzlich zum Geburtstag: Alles Gute für Dich, Uwe, und bleib, wie Du bist, immer ein lebhafter Sonnenstrahl in der Düsternis der täglichen Sorgen und Belastungen!
Abbildungen 11 und 12 (oben): Als kleines Geschenk überreichten wir Uwe einen Trilobiten-Po (für die Fachleute: Ein Pygidium): „Der Uwe ist ganz stolz und froh - aus China mal ein Trilo-Po!“. Natürlich wurde auch wieder eine ganze Reihe von Neufunden vorgestellt. Einige aus der Gruppe waren vor kurzem in der Oberkreide der Alemannia (Höver/Niedersachsen) gewesen und berichteten: Ziemlich schlimmes Wetter, aber einige gute Funde. Und einige der Stücke waren sogar schon präpariert und wurden stolz gezeigt.
Abbildung 13 (oben): Die Grube Alemannia in Höver, am 3. Oktober 2009 - eher trübes Wetter.... Foto Wolfgang Mages.
Abbildung 14 (oben): Na, die üblichen Fossilien wurden trotzdem gefunden, auch wenn es furchtbar windete... Foto Wolfgang Mages.
Abbildung 15 (oben): ...was Wolfgang Mages dazu brachte, sich lieber hinzulegen und Kleinfossilien zu sammeln. Fotoautor unbekannt.
Abbildung 16 (oben): Ein Fundstück von Michael Wachtler, furchtbar hässlich (Entschuldigung, Michael!), aber selten und deshalb durchaus beachtenswert: Ein Nautilus, der mit einiger Sicherheit zur Gattung Cymatoceras gestellt werden kann. Durchmesser ca. 12 cm.
Abbildung 17 (oben): Günter Merk präsentierte dieses UFO - was ist das wohl? Breite der Fläche etwa 1 cm. Man dachte an Foraminifere, Haftscheibe einer Weichkoralle oder Unterseite eines Korallen-Kelchs. In der Tat ist es ein Brachiopode der Art Isocrania borealis ERNST, 1984. Man sieht eine Klappe von der Außenseite.
Abbildung 18 (oben): Und hier noch ein präparatorisches Meisterwerk unseres Günters, ein Sonnenschwamm mit Wurzelwerk (teils vermutlich zu anderen Schwämmen gehörend), weitgehend freipräpariert aus dem (glücklicherweise weichen) Mergelkalk. "Hutbreite" ca. 7 cm. Dieter Gassner zeigte einen Kasten mit reichlich Haizähnen und sonstigen Wirbeltier-Fossilien aus dem Miozän der Touraine. Auch von einer Exkursion in den Weißjura gamma Gräfenbergs wurden Funde gezeigt.
Abbildung 19 (oben): Dieter (Mitte) zeigt Michael (links, staunend) und Günter (rechts, lachend) ein Tablett mit Haizähnen und sonstigem Wirbelgetier aus dem Miozän der Touraine.
Abbildung 20 (oben): Und hier die Präsentation etwas besser sichtbar - fleißig war er, der Bursch! Im diesmaligen Kurzreferat berichtete Franz Tausch über eine bemerkenswerte Fossilfundstelle im Untercallov (oberer Mitteljura) bei Niort (Westfrankreich). Dort stieß er vor einigen Jahren zufällig auf eine Straßenbaustelle mit gut erhaltenen und auch größeren Ammoniten, ganz bequem aufsammelbar. Er zeigte Macrocephaliten, Bullatimorphiten, Kheraiceraten, allerlei diverse Perisphinctiden und Cenoceraten – eine reiche Fauna, interessant präsentiert.
Abbildung 21 (oben): Franz bei der Präsentation seiner Belegstücke zum Kurzreferat über eine bemerkenswerte Callov-Fundstelle bei Niort. Die kleinen Ammoniten zeigt Franz im Karton, die großen Ammoniten aber liegen in einer Kiste hinter dem Referenten und wurden anschließend bewundert. Wolfgang Mages verwies auf die derzeit in Bad Abbach präsentierte Sonderausstellung „Geheimnisse der Vergangenheit“. Die dort im Museum in 11 Vitrinen gezeigten Fossilien stammen weitgehend aus der Umgebung von Bad Abbach bzw. Regensburg. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem „Arbeitskreis für Ostbayerische Paläontologie und Historische Geologie“ gestaltet. Fotos A.E.R., wenn nicht anders angegeben.
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