H I N W E I S E




 

Hier bringen wir aktuelle Meldungen
über Vorträge, Börsen, Exkursionen, Sammlervereine usw. - eben alles, was uns mitgeteilt wird und/oder was wir für mitteilenswert halten.

Aktueller Stand: 26. Januar 2012

 
 
 
 


Das Leitfossil

Das "Leitfossil" ist ein Online-Magazin Richtung für Fossiliensammler, die umfassend interessiert sind. Die Beiträge erscheinen ohne festgelegten Rhytmus. Im Jahr 2011 waren es ca. 365 Beiträge (also im Durchschnitt fast jeden Tag
ein neuer Beitrag) mit etwa 1800 Druckseiten (Internet-Explorer-Format) und rund 3200 Abbildungen.

Im Januar startet jeweils eine neue Ausgabe, weshalb man immer nur im Rhytmus des Kalenderjahres buchen kann.Ein Abonnement beginnend zu einem beliebigen Zeitpunkt im Jahr mit der Dauer eines Jahres ist nicht möglich. Das Abo umfasst immer das jeweilige Kalenderjahr. Das muss so sein, weil beim Freischalten eines Zugangs - sei dies im Januar,
im Juli oder im Dezember - ja der gesamte bisherige Bestand des laufenden Jahres zugänglich ist. Eine Trennung ist aus technischen Gründen unmöglich.

Wer spät im Jahr einsteigt, hat die Möglichkeit, die Jahres-CD (5 Euro) zu kaufen und hat dann alle
im Verlaufe des Jahres veröffentlichten Beiträge zur ständigen Verfügung - nichts ist verloren,
weil man nicht genug Zeit gefunden hatte, alles anzuschauen, und man kann beliebig nachschlagen und nachlesen.

 

 



 


Leitfossil.de - die CDs der bisherigen Jahrgänge:

Und die Jahrgangs-CD 2011 nochmal groß:

Ende Januar/Anfang März wird die Jahrgangs-CD 2011 ausgeliefert.

2004:   Ca. 270 Beiträge (inklusive der bereits 2003 erschienenen Beiträge) mit ca. 1200 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten. Für Abonnenten des Jahrgangs 2004: 5.00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2004: 25.00 €.

2005:  Ca. 250 Beiträge auf ca. 1250 Seiten (Internet-Explorer Druckvorschau A 4), mit ca. 2050 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten. Für Abonnenten des Jahrgangs 2005: 5.00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2005: 44.00 €.

2006:  Ca. 250 Beiträge auf ca. 1300 Seiten (Internet-Explorer Druckvorschau A 4), mit ca. 1900 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten. Für Abonnenten des Jahrgangs 2006: 5.00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2006: 44.00 €.

2007: Ca. 300 Beiträge auf ca. 1900 Seiten (Internet-Explorer Druckvorschau A 4), mit ca. 2900 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten. Für Abonnenten des Jahrgangs 2007: 5,00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2007: 44,00 €.

2008: Ca. 350 Beiträge auf ca. 2350 Seiten (Internet-Explorer Druckvorschau A 4), mit ca. 3200 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten. Für Abonnenten des Jahrgangs 2008: 5,00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2008: 44,00 €.

2009: Ca. 350 Beiträge auf ca. 2500 Seiten (Internet-Explorer Druckvorschau A 4), mit ca. 3800 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten. Für Abonnenten des Jahrgangs 2009: 5,00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2009: 44,00 €.

2010: Ca. 330 Beiträge auf ca. 1800 Seiten (Rückgang gegenüber 2009 wegen des um ein Drittel verbreiterten Satzspiegels; Internet-Explorer Druckvorschau A 4), mit ca. 3800 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten.
Für Abonnenten des Jahrgangs 2010: 5,00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2010: 44,00 €.

2011: Ca. 365 Beiträge auf ca. 1800 Seiten (Internet-Explorer Druckvorschau A 4), mit ca. 3200 Fotos, Tafeln, Tabellen, Profilen und Karten. Für Abonnenten des Jahrgangs 2011: 5,00 €. Für Nichtabonnenten des Jahrgangs 2011: 44,00 €.

Versandkosten pro Lieferung 1.70 €.

Bestellen mit eMail:   a.e.r.fossilien@t-online.de


Gesamtregister für die Leitfossil-Jahrgänge von 2004 bis 2010:

Umfassendes Gesamtregister für die bisherigen Jahrgänge von Leitfossil.de. Sie finden in diesem Register schnell und problemlos Fundregionen und Fundstellen, Schichtbezeichnungen, Fossilnamen, Hilfsmittel, Autorennamen usw. Mit den Angaben im Register ist der gezielte Zugriff auf die jeweiligen Artikel in den Jahrgangs-CDs möglich.

Das Register liegt in Form eines Word-Dokuments vor. Darin kann mit der Suchfunktion nach Stichworten gesucht werden, auch in zusammenfassender Art. Die jetzt vorliegende Version 2 (Jahrgänge 2004 bis 2010) umfasst 593 Seiten
( A4 quer) mit rund 18000 Stichworten und einer Gesamtwortzahl von 215000.

Das Register kann direkt beim Autor Walther F. Zenske bestellt werden. Die CD kostet 13 € inklusive Versand.
Bezieher der Register-Version 1 (Jahrgänge 2004 bis 2009) erhalten die CD für 5 €.

Bestellungen mit eMail direkt an Walther F. Zenske: fossilienwalther@web.de

 

 



 


Inhalt Hinweise

Fernsehprogramm-Vorschau für Leitfossil-Abonnenten

 

Ammoniten realistisch und auf Postwertzeichen  (Andreas E. Richter; 26.1.2012)  (3 S., 2 Abb.)
Jahrgangs-CD 2011 Leitfossil.de  (Redaktionell; 23.1.2012)  (3 S., 3 Abb.)
Bitterfelder Mineralien- und Fossilien-Tauschtag: 18. März 2012  (Redaktionell; 13.1.2012)  (1 S., 1 Abb.)
Die beliebte Nürnberger Gartenstadt-Börse: 18. März 2012  (Redaktionell; 12.1.2012)  (1 S., 1 Abb.)
Veranstaltungsprogramm des Kulturbundes Treptow  
(Redaktionell; 12.1.2012)  (1 S., 1 Abb.)
Paläontologisches Museum München - Fossil des Monats Januar: Fossilstufe mit Turmschnecke und Ammoniten aus der Obertrias von Timor  (S. KÖLBL & Alexander NÜTZEL; 1.1.2012)  (2 S., 1 Abb.)


Für kurze Zeit sind noch die folgenden Beiträge aus dem Jahrgang 2011 zugänglich:

Neue Attraktionen im Naturmuseum: Zwei enorme Dinosaurier-Schädel  (Verena Girardi; 26.12.2011)  (1 S., 1 Abb.)
Band 3 der spanischen Seeigelbuch-Reihe: Spatangoida  (Manuel Saura Vilar; 13.12.2011)  (3 S., 3 Abb.)
Von Sainte Marie nach Colmar!  (Andreas E. Richter; 18.11.2011)  (1 S.)
"Dino & Co. - Saurier der Dolomiten" - Sonderausstellung im Naturmuseum Südtirol, Bozen, vom 18. Oktober 2011 bis zum 8. April 2012  (Verena Girardi; 17.10.2011)  (1 S., 3 Abb.)

 

 



 


Angebot für Leitfossil-Abonnenten:

Unser Korrespondent Siegfried Wiescholek      erstellt regelmäßig eine Programmvorschau über allgemein naturkundliche und geologisch-paläontologisch orientierte Fernsehsendungen.

Leitfossil-Abonnenten können sich in die eMail-Verteilerliste aufnehmen lassen:

Schreiben Sie eine eMail an Siegfried W. mit der Bitte um Eintrag in die TV-Liste (siggi.wischo@t-online.de).

Im Abstand von etwa 14 Tagen erhalten Sie dann die TV-Vorschau.

 

 



 


Ammoniten realistisch und auf Postwertzeichen
Von Andreas E. Richter, Augsburg  (26.1.2012)

ERNST, H. U. & Chr. KLUG (2011): Perlboote und Ammonshörner weltweit. Die Welt der Kopffüßer und ihr Spiegelbild in der Philatelie. 24,5 x 21,3 cm; Hardcover; in Deutsch und Englisch; 224 Seiten, 522 Farbabbildungen, 4 Tabellen. Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München. ISBN 978-3-89937-129-1. Euro 30,00.

Der Verlagstext zum Buch lautet:

„Das Buch richtet sich sowohl an philatelistisch Interessierte als auch an Sammler von Ammoniten und Nautiliden. Es gibt eine ausführliche Darstellung aller Marken, Stempel und Ganzsachen, die bisher bekannt sind. Zur Erläuterung des philatelistischen Materials sind eine kurze Beschreibung des Aussehens, die Größe und Verbreitung sowie eine Fotografie des Fossils beigefügt. Hier war es unser Bestreben, wenn möglich dieselbe Art, sofern diese nicht erreichbar war, eine nah verwandte Spezies derselben Gattung fotografisch zu dokumentieren.“

Der fachliche Teil des Buches stammt aus der Feder des renommierten Zürcher Cephalopoden-Paläontologen Christian Klug, der philatelistische Teil von Hans Ulrich Ernst, der seit rund 50 Jahren Briefmarken und seit einigen Jahren auch Fossilien sammelt.

Nun ist es außerordentlich beachtenswert, dass alle bisher erschienenen Briefmarken usw. zum Thema Ammoniten, Nautiliden und Belemniten gezeigt werden – eine enorme Fleißarbeit wurde da geleistet! Logischerweise kann man diese Ausführlichkeit bezüglich Aufzählung und Darstellung der Cephalopoden nicht erwarten, da diese zum einen sozusagen als Anhängsel der Postwertzeichen erscheinen, zum anderen sowieso niemals hätten ausführlich dargestellt werden können wegen der extrem hohen Materialfülle.

Durch die Aufbereitung des nicht-philatelistischen Ammonitenstoffes aber wurde ein Buch geschaffen, das durchaus als (kurzgefasstes) „Lehrbuch“ über Ammoniten dienen kann. Nachdem Ulrich LEHMANNs hervorragendes Ammonitenbuch etwas überaltert und sowieso vergriffen ist und auch KEUPPs „Ammoniten-Erfolgsspirale“ nicht mehr lieferbar ist, wird mit dem Werk eine Lücke geschlossen – endlich wieder ein gut verständliches, informatives, aktuelles und darüber hinaus hervorragend bebildertes und unterhaltsames Ammoniten-Buch!

Die Behandlung der Ammoniten beginnt mit einer grundlegender Einführung zum Thema und führt bis zur Vorstellung bestimmter Gruppen und Formen.

Schauen wir mal ins Inhaltsverzeichnis. Vorwort und Einleitung nehmen rund 10 Seiten ein, die allgemeine Einführung „Was ist denn bitte ein Kopffüßer?“ umfasst 18 Seiten. Darin finden wir folgende Abschnitte: „Name – Unterschiede zwischen Perlbooten und Ammonshörnern – Gehäuseform – Ornament – Wohnkammer – Phragmokon – Sipho und Auftriebsregulierung – Kieferapparat, Radula und Nahrung – Arme und Tentakeln – Entwicklung, Lebensweise und Vermehrung – Dimorphismus – Stabilität – Schwimmen - Pathologie und Teratologie – Taphonomie – Biostratigraphie – Massenaussterben“. Freilich sind die Darstellungen platzbedingt meist nur kurz, aber sie helfen dennoch, dem Anfänger wie auch dem fortgeschrittenen Sammler Wichtiges zu vermitteln. Beim Thema Massenaussterben drückt man sich allerdings vor einer Aussage.

Die weiteren Hauptabschnitte heißen „Nautiloidea“ (7 Seiten), „Das Perlboot, ein lebendes Fossil“ (35 Seiten), „Ammonoidea“, gegliedert nach Devon, Karbon, Trias, Jura und Kreide (98 Seiten), Belemnitida (3 Seiten). Literaturverzeichnis und ein ausführliches tabellarisches Abbildungsverzeichnis nehmen die restlichen Seiten ein. - Das ausführliche Inhaltsverzeichnis finden Sie auf der Homepage des Verlags.

In den Hauptabschnitten „Nautiliden“/„Ammoniten“ werden zahlreiche Formen aufgeführt, also z.B. Mimosphinctes rudicostatus, Ceratites nodosus, Catacoeloceras raquinianum oder Buchiceras subplanum und besprochen, gegliedert in Philatelistischer Hintergrund, Gehäuseform, Ornament, Septen, Größe, Stratigraphisches Vorkommen und Stratigraphische Verbreitung. Hierzu sind dann Postwertzeichen-, Stempel- usw. -Abbildungen gestellt und Fossilfotos.

Mit größtem Vergnügen betrachtet man auch als grundsätzlich nicht an Philatelie Interessierter die Briefmarken-Abbildungen, freut sich über die insgesamt ungewöhnlich bunte und optisch ansprechende Gliederung und Darstellung des Stoffes – über den hohen didaktischen Wert des Buches hinaus ist es auch ein „Bilderbuch“ im positivsten Sinne des Wortes – man kann viel Spaß daran haben auch ohne zu lesen.

Und zum Schluss die übliche Besprechungsfloskel über den Preis: „In Anbetracht...“ – kurz und bündig – das Buch ist jeden Cent wert und es wird jedem Fossiliensammler uneingeschränkt empfohlen!

Die Gemeinschaft Briefmarken-Fossilien wurde auch ganz ausgezeichnet behandelt in einem früheren Werk aus dem Pfeil-Verlag: ERNST, H. U. & F. RUDOLPH (2002): Trilobiten weltweit. Die Welt der Dreilapper und ihr Spiegelbild in der Philatelie. 24,5 x 21,3 cm; Hardcover; in Deutsch und Englisch; 118 Seiten, 171 meist farbige Abbildungen, 2 Tabellen. ISBN 978-3-89937-003-4. Euro 32,00.

Website: pfeil-verlag.de/df1.html

Abbildungen Pfeil-Verlag.

 

 



 


Bitterfelder Mineralien- und Fossilien-Tauschtag: 18. März 2012

 

 



 


Die beliebte Nürnberger Gartenstadt-Börse: 18. März 2012

 

 



 


Veranstaltungsprogramm des Kulturbundes Treptow

 

 



 


Paläontologisches Museum München


Das Fossil des Monats Januar

Fossilstufe mit Turmschnecke und Ammoniten:
Allocosmia grandis (HOERNES), Cladiscites angustus (GAMSJÄGER) und Arcestes sp.

Obertrias (Nor). Absolutes Alter ca. 210 Millionen Jahre.
Bihati-Flusssystem, Westtimor/Indonesien.

Höhe der Turmschnecke 10,5 Zentimeter, Durchmesser des Cladisciten (links) ca. 5 Zentimeter.
Sammlungsnummer BSPG 2011 XLVII YYY.

© Paläontologisches Museum München.

Vor 100 Jahren leitete der deutsche Forscher Johannes Wanner, der in München Geologie und Paläontologie studierte, bedeutende geowissenschaftliche Forschungsreisen auf die Insel Timor (Indonesien, Indopazifik). Dort wurden unter anderem zahlreiche sehr gut erhaltene Fossilien der oberen Trias entdeckt, die seitdem in etlichen wissenschaftlichen Arbeiten behandelt wurden. In den Schluchten des Bihati-Flusses treten große obertriassische Kalkblöcke zu Tage, die in wesentlich jüngeren tonigen Schichten der Tertiär-Zeit (Tertiär) eingebettet sind. Die fossilreichen, hellen bis rosafarbenen Kalke werden nach ähnlichen Vorkommen im Salzburger Land als Hallstätter Blöcke bezeichnet. Sie sind sehr reich an Ammoniten, ausgestorbenen Verwandten unserer heutigen Tintenfische. Schnecken sind hingegen selten. Der dunkle Schalenüberzug der Fossilien besteht aus Manganoxid und bildet eine Art Schutzhülle, die das Herauspräparieren der Fossilien aus dem Gestein erleichtert. Die Erhaltung der Stücke ist daher hervorragend.

Unser Ausstellungsstück zeigt eine große Turmschnecke (Allocosmia grandis) und zwei Ammoniten, Cladiscites angustus (mit charakteristischen Spiralrillen) und Arcestes sp., auf einem Kalkbruchstück. Ähnliche Kalke findet man heute nicht nur in West-Timor, sondern auch ganz in unserer Nähe. So sind zum Beispiel die Schichten der oberen Trias in den Alpen (Österreichische und Lombardische Alpen) Fundstellen von Hallstätter Kalken mit reicher Ammonitenführung. Zur Zeit der Trias befanden sich die heutige Alpenregion und Timor in einem West-Ost verlaufenden Ozean, der als Tethys bezeichnet wird. In den Alpen und Timor treten dabei oft dieselben Arten auf, wie es auch bei der Schnecke und den Ammoniten unseres Fossils des Monats der Fall ist. Dies ist bemerkenswert, da beide Regionen auch damals über 10000 Kilometer voneinander entfernt lagen. In diesem Ozean lebten die Ammoniten und Schnecken von Timor in tropischen, küstenfernen Meeresgebieten.

Die schlanke Turmschnecke Allocosmia grandis gehört zur Gruppe der Neuzeitschnecken (Caenogastropoden). Sie ist mit ihrem knapp 10 Zentimeter messenden Gehäuse vergleichsweise groß. Zu Beginn der Triaszeit waren die meisten Schnecken wesentlich kleiner. Manche Forscher nehmen an, großwüchsige Arten seien beim großen Massenaussterben an der Perm/Trias-Grenze stärker betroffen gewesen als kleinere Formen. Ab der Mittleren Trias ging der Trend wieder zu größeren Schneckenhäusern, was als Zeichen der Erholung einhergehend mit einer Verbesserung der Lebensbedingungen nach dem Massenaussterben interpretiert wird. Im Verlauf der Erdgeschichte treten hochturmförmige Schnecken immer häufiger auf. Der Grund für diesen Trend ist noch nicht endgültig geklärt. Vermutlich sind Turmschnecken wendiger als Schnecken mit teller- oder kegelförmiger Schale, da sie das schlanke Gehäuse in der Bewegungsrichtung hinter sich herziehen.

Der Turm dient auch als Rückzugsraum für den Weichkörper des Tieres, der weit von der Gehäusemündung nach innen weggezogen werden kann. Fressfeinde greifen Schnecken bevorzugt an der Mündung an. Somit wäre die Turmform eine Anpassung an eine zunehmende Gefährdung durch Fressfeinde, wie z. B. Krebse oder Fische.

S. Kölbl & Alexander Nützel

 

 



 


Neue Attraktionen im Naturmuseum: Zwei enorme Dinosaurier-Schädel
Sonderausstellung im Naturmuseum Südtirol, Bozen, vom 18. Oktober 2011 bis zum 8. April 2012

Von Verena Girardi, Bozen (27. Dezember 2011)

Zwei riesige Dinosaurier-Schädel sind seit kurzem die Attraktion Nummer eins der Sonderausstellung „Dino & Co. – Saurier der Dolomiten“, die bis April im Naturmuseum läuft. Dabei handelt es sich um Schädelreplikate eines enormen Pflanzenfressers (Camarasaurus) und eines gefährlichen Fleischfressers (Allosaurus).

Camarasaurus war 18 Meter lang, fünf Meter hoch und wog 20 Tonnen, zählt zu den Pflanzenfressern, lebte in Nordamerika und im Westen des heutigen Europas und hatte einen ausgezeichneten Geruchssinn. Um einiges gefährlicher und aggressiver hingegen der sogenannte Allosaurus , auch „Löwe des Jura“ genannt: Er lebte in Nordamerika, Afrika und Australien, war nur rund 12 Meter lang, vier Meter hoch und knappe fünf Tonnen schwer, aber ein Fleischfresser mit starken Kiefern und scharfen Zähnen und trotz der Körpergröße ein erstaunlich wendiges und schnelles Raubtier.

Zwei Schädel dieser vor 155 Millionen Jahren lebenden Dinosaurier stehen seit kurzem im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Dino & Co. - Saurier der Dolomiten“, die derzeit und noch bis April im Naturmuseum Südtirol in Bozen läuft (Di-So, 10-18 Uhr). Dabei handelt es sich um Replikate zweier Schädel, die rund einen Meter lang und einen halben Meter hoch sind, in Colorado/USA gefunden wurden und in Besitz des „Museo delle Scienze“ (Naturmuseum) in Trient sind. Die Aufmerksamkeit der Besucher werden die beiden Dinosaurierschädel nicht nur wegen ihrer beeindruckenden Größe erregen, sondern auch auf Grund der wertvollen Informationen, die ihr Gebiss über die Essgewohnheiten der unterschiedlichen Reptilien geben.

Zu sehen sind bei der Dinosaurierausstellung weiters rund 80 Fossilien von Dinosauriern, Reptilien, Amphibien und Pflanzen, die vor Jahrmillionen in der Dolomitenregion lebten, in der Ausstellung zu 95 Prozent als Originale vorhanden sind und zum Großteil der Öffentlichkeit zum ersten Mal gezeigt werden. „Dino & Co. - Saurier der Dolomiten“ ist eine Ausstellung des Naturmuseums Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum in Trient, sie wird von der Stiftung Südtiroler Sparkasse unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Dolomiten UNESCO. Als Teil des Projektes "Die ökologische Krise an der Perm-Trias-Grenze in den Dolomiten" der Naturmuseen von Bozen und Trient wird ihr eine hohe wissenschaftliche Bedeutung beigemessen.

Weitere Informationen sind im Naturmuseum Südtirol, Bindergasse 1, Bozen, Telefon 0471/412964 und im Netz unter naturmuseum.it erhältlich.

Abbildung:  Eine Besucherin streichelt furchtlos den Camarasaurus-Schädel - na ja, ist ja nur ein Pflanzenfresser... Foto Naturmuseum Südtirol.

 

 



 


Band 3 der spanischen Seeigelbuch-Reihe: Spatangoida

 Von Manuel Saura Vilar, Onda/Spanien  (13. Dezember 2011)

"Nomochirus"

Erst drei Jahre ist es her, dass wir mit diesem “Abenteuer” begonnen haben, und es liegt noch viel Arbeit vor uns. Die Sammlung "Nomochirus“ soll aus 8 Bänden bestehen, die alle Ordnungen aus der Klasse der Echinoidea behandeln. Da wir selbst die Reihenfolge der Veröffentlichungen festgelegt haben, können wir uns diejenigen Teile, über die wir noch die wenigsten Informationen haben, bis zum Schluss aufheben und darauf hoffen, in der verbleibenden Zeit unsere Wissenslücken zu füllen.

Ehe wir die Arbeit endgültig abschließen, wollen wir den Band Clypeasteroida überarbeiten und in zweiter Auflage publizieren, denn hier hatten wir immer nur ein einziges Foto pro Art gezeigt und das erscheint uns heute nicht mehr ausreichend. Auch können wir diesen Teil jetzt um viele neue Arten erweitern. Wir glauben, dass die Art und Weise, wie wir Beschreibungen und Abbildungen in den letzten beiden Bänden gehandhabt haben, deutlich besser ist.

Wir achten darauf, in unseren Bänden den aktuellen taxonomischen Stand zu nennen, so dass unsere Bücher in Verbindung mit den schönen Fotos der gezeigten Fossilien zu einem gut verwendbaren Nachschlage- und Bestimmungswerk für alle Freunde fossiler Seeigel sind.

Das Buch 2012: Spatangoida

Die Asociación Paleontológica y Mineralógica de Onda wird auch 2012 wie in den drei vergangenen Jahren einen weiteren Band der Reihe „Nomochirus“ herausbringen. In Kürze erscheint der dritte Band der Seeigel-Reihe: "Spatangoida". Der erste Band über die Clypeasteroida wurde mit großem Interesse aufgenommen und beim zweiten Band war die Sammler-Relevanz vor allem für die mitteleuropäischen Interessenten gewiss noch deutlich höher.

Format 21 x 15 cm, zwischen 300 und 350 Seiten, davon 100 Farbtafeln; vorgestellt werden 229 Arten von 71 Gattungen, die auf 21 Familien verteilt sind.

Der Preis wird unverändert 25 Euro sein. Versand außerhalb Spaniens (aber innerhalb Europas) kostet 13 Euro.

Weitere Informationen und Bestellungen über: paleonda@hotmail.com

 

 



 


Von Sainte Marie nach Colmar!

 Von Andreas E. Richter, Augsburg  (18. November 2011)

Durch Unstimmigkeiten zwischen dem Börsen-Veranstalter und der Stadt Sainte-Marie-aux-Mines wurde die Verlegung der berühmten und beliebten Börse bereits für das Jahr 2012 durchgeführt anstatt wie ursprünglich geplant erst für das Jahr 2014.

Die Vertragsbedingungen zwischen dem Börsenveranstalter und der Stadt Sainte-Marie-aux-Mines waren nach der diesjährigen Börse besprochen, der Vertrag für die nächsten beiden Jahre der Stadt zur Unterschrift vorgelegt worden. Das Abkommen wurde jedoch von der Stadt trotz mehrfacher Bitte nicht rationiert; schließlich wurde eine Nachbesserung verlangt mit Bedingungen, die von Veranstalterseite nicht erfüllbar waren.

Eine Lösung dieses Problems war nicht absehbar, wodurch eine Gefährdung der nächstjährigen Veranstaltung entstand. Deshalb entschloss sich der Veranstalter, bereits 2012 den Schritt nach Colmar zu tun anstelle erst im Jahr 2014.

Die Stadt will nun im gleichen Zeitraum eine eigene Börse organisieren. Mit Vorsicht möchte ich bemerken, dass zur logistischen Abwicklung einer Veranstaltung wie der bisherigen Börse sehr viel mehr gehört als guter Wille. Die Stadt ist meiner Meinung nach einen falschen Weg gegangen. Eine Einigung mit dem Veranstalter wäre gewiss möglich gewesen; der Glaube an eine eigene erfolgreiche Börse unter städtischer Regie ist wohl eher unrealistisch. Eine Splittung der Aussteller und der Besucher wird zu unerfreulichen Abläufen führen, und zwar sowohl für die Besucher als auch für die Aussteller.

Ich persönlich schätzte Sainte-Marie als Veranstaltungsort sehr. Die einmalige Atmosphäre in der städtischen Kulisse war etwas ganz Besonderes. Aber nach ruhiger Überlegung sehe ich ganz klar die Vorteile von Colmar: Ein überschaubares und gut gegliedertes Veranstaltungsgelände, optimal erreichbar unmittelbar von der Autobahn aus, viele und unmittelbar um das Gelände liegende Parkplätze (sicherlich wird es keine Staus geben wie jeden Tag in Sainte Marie beim Hin- und Wegfahren), großzügig dimensionierte Ausstellungs- und Gangflächen, Gastronomie in verschiedener Form, für jeden Geschmack, innerhalb des Geländes, eine insgesamt reibungslose Abwicklung, beginnend mit dem Eintritt (in Sainte Marie waren in den letzten Jahren die Wartezeiten und –schlangen ganz schön lang).

Ein Vorteil für die Aussteller wird sein, dass mehr Platz zur Verfügung stehen wird, wie sehr oft gewünscht. Das war aus Raumgründen bisher unerfüllbar. Die Kapazität des Messegeländes in Colmar ist ausreichend für solche Veränderungen. Eine Vergrößerung in Richtung auf mehr Aussteller wird vom Veranstalter nicht angestrebt und ist auch wenig sinnvoll im Hinblick auf die zwar hohen, aber sicherlich nicht ständig fühlbar steigenden Besucherzahlen.

Man wird abwarten müssen, wie sich die Börse einspielen wird, aber ich bin der Meinung, dass der Börsenleitung in Colmar eine optimale Organisation gelingen wird, ein wie gewohnt großartiges Verkaufsangebot vorhanden sein wird und die Ausstellung wie immer mit vielerlei Attraktionen ausgestattet sein wird.

Die Veranstaltung in der bisherigen Form war unter den gegebenen Voraussetzungen einfach nicht mehr möglich in Sainte-Marie, ein Umzug war grundsätzlich unvermeidbar.

Eine große Zahl von Problemen in Sainte-Marie hätte beim derzeitigen Volumen nicht oder nur mit großem Aufwand beseitigt werden können wie z.B. grundsätzliche Vorschriften zu Open-Air-Veranstaltungen und Versammlungen, behindertengerechte Wege usw., sanitäre Einrichtungen, Haftung für Auf- und Abbau, öffentliche Sicherheit, Zelt- und Waren-Versicherung, Verkehrssituation in der Stadt, Zufahrtsmöglichkeiten bei Unglücken (Unfälle, Brände...), Parkflächen, Stromkapazität, Hygiene-Vorschriften usw.

Mittlerweile beginnen einigermaßen wirre Mails und Nachrichten zu kursieren wie z.B. diese: „... hallo allerseits, nachdem es ja die Spatzen zwar von den Dächern pfeifen, aber ansonsten nur Desinformation herrscht, haben wir beschlossen in die Offensive zu gehen, um Stellung zu beziehen und ein wenig Struktur in den Kindergarten zu bringen. ich habe euch beiliegenden Text geschickt, um zu erfragen ob ihr das auch mittragen wollt und ihr nach Marie kommen wollt./ggf mit Depandance in Colmar...) Nur mit einer grösseren Anzahl von Stimmen kann man die Herde von Schafen in geordnete Bahnen bringen. Die Mail möchte ich an unsere ausländischen ( Brasilien ,US,Indien,China, GUS) Kollegen schicken, damit sie überhaupt wissen was so los ist. Schwab verbreitet nämlich bewusste Desinformation.“

Michel Schwab der Desinformation zu bezichtigen, ist eine ziemliche Unverschämtheit; die Aussage, mit dieser Mail und einem wenig ausführlicherem Text jemand zu erklären, „was so los ist“, klingt genau wie der zitierte Kindergarten. Na ja.

Nun also – meine persönliche Empfehlung – wenn auch sehr wehmütig und abweichend von früherer Einstellung - ist Colmar. In zwei Jahren wäre es ja in jedem Fall so weit gewesen. Wir wollen sehen, wie sich die Situation entwickeln wird. Ich melde mich, wenn weitere interessante Informationen bekannt werden.

 

 



 


„Dino & Co. - Saurier der Dolomiten“
Sonderausstellung im Naturmuseum Südtirol, Bozen, vom 18. Oktober 2011 bis zum 8. April 2012.

Von Verena Girardi, Bozen (17. Oktober 2011)

Zu sehen sind Fossilien von Dinosauriern und prähistorischen Pflanzen, Trittspuren und Skelette von Reptilien und Amphibien, die vor Millionen von Jahren lebten. Diese Funde stammen nicht aus einem fernen Kontinent, sondern aus der Dolomitengegend. Ab 18. Oktober sind sie im Naturmuseum Südtirol in Bozen bei der Ausstellung „Dino & Co. - Saurier der Dolomiten“ zu Gast.

Noch vor 30 Jahren hätten Geologen nie nach Spuren von Dinosauriern im Gebiet der Dolomiten gesucht. Heute wissen wir hingegen, dass hier vor Millionen von Jahren eine erstaunliche Vielfalt an Reptilien und Dinosauriern lebten. Davon zeugen die uralten, versteinerten Reste, die von Forschern in den Gesteinen der Dolomiten gefunden wurden und die für die Wissenschaft von extrem hoher Bedeutung sind.

Einige dieser Fossilien stehen im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Dino & Co. - Saurier der Dolomiten“, die von Dienstag, 18. Oktober 2011 bis 8. April 2012 im Naturmuseum Südtirol in Bozen zugänglich ist. Zu sehen sind Skelette, aber auch originale Trittspuren von Reptilien und Amphibien sowie mehrere versteinerte Pflanzen, die vor Millionen von Jahren in den Dolomiten lebten. Der Großteil der ausgestellten Fossilien wird zu diesem Anlass übrigens zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt.

„Dino & Co. - Saurier der Dolomiten“ ist eine Ausstellung des Naturmuseums Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Museo delle Scienze, Trient, wird von der Stiftung Südtiroler Sparkasse unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Dolomiten UNESCO.

   

Abbildungen 1 bis 3 (von links nach rechts):  1) Sphenobaiera sp. aus dem Perm der Bletterbach-Schlucht. Foto Naturmuseum Südtirol.  2) Trittsiegel von Grallator isp. aus der oberen Mitteltrias (Karn) von Mezzocorona (knapp 20 km N Trento). Foto Museo delle scienze Trento.  3) Ausgestellt sind auch Proben des berühmten Bernsteins aus der Santa-Croce-Formation (Obertrias), der zu den ältesten bekannten Bernsteinvorkommen der Welt gehört. Die Bildung wird Pflanzen der Koniferen-Familie Cheirolepidiaceae zugeschrieben. Die Funde stammen aus einem Profil in der Nähe der Dibona-Schutzhütte unweit von Cortina d'Ampezzo. Foto Stefano Costelli.

 

 



 

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