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Aktueller Stand 3. Februar 2012



Das Leitfossil

Das "Leitfossil" ist ein Online-Magazin Richtung für Fossiliensammler, die umfassend interessiert sind. Die Beiträge erscheinen ohne festgelegten Rhytmus. Im Jahr 2010 waren es ca. 330 Beiträge (also im Durchschnitt fast jeden Tag
ein neuer Beitrag) mit etwa 1800 Druckseiten (Internet-Explorer-Format) und 3800 Abbildungen. Im Januar startet jeweils eine neue Ausgabe, weshalb man immer nur im Rhytmus des Kalenderjahres buchen kann.

Es gibt keine automatische Abo-Verlängerung - wer am Jahresende aussteigen will, schickt eine kurze entsprechende Mail. Ein Abonnement beginnend zu einem beliebigen Zeitpunkt im Jahr mit der Dauer eines Jahres ist nicht möglich. Das Abo umfasst immer das jeweilige Kalenderjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Das muss so sein, weil beim Freischalten eines Zugangs - sei dies im Januar, im Juli oder im Dezember - ja der gesamte bisherige Bestand des laufenden Jahres zugänglich ist. Eine Trennung ist aus technischen Gründen unmöglich.

Wer spät im Jahr einsteigt, hat die Möglichkeit, die Jahres-CD (5 Euro) zu kaufen und hat dann alle
im Verlaufe des Jahres veröffentlichten Beiträge zur ständigen Verfügung - nichts ist verloren,
weil man nicht genug Zeit gefunden hatte, alles anzuschauen, und man kann beliebig nachschlagen und nachlesen.




Aktueller Stand: 3. Februar 2012

Und wer sehen will, wie es bei uns zugeht und aussieht,
der schaut mal rein bei  "www.Richter-Fossilien-Reisen.de"  (anklicken)
in die "Firma" - Bilder auch von vielen unserer Freunde.

Inhalt 2012

In der ersten Klammer steht das Erscheinungsdatum, in der zweiten Klammer stehen Kategorie ("Funde", usw.),
Seiten-/Abbildungszahl inklusive Tafeln und/oder Tabellen (X/X).

 

Das Februar-Rätsel - gelöst  (Redaktionell; 3.2.2012)  (Konglomerat, 2/4)
Das Februar-Rätsel: Der nächste Hinweis  (Redaktionell; 2.2.2012)  (Konglomerat, 1/1)
Fossile und rezente Doraden-Zähne  (Sparus auratus)  (Heidi Friedhoff; 2.2.2012)  (Lehrreiches, 10/17)
Der Messeler Ötzi - Rätsel um Erhaltung von Wirbeltierskeletten anhand fossiler Echsen geklärt  (Judith Jördens,
2.2.2012)
 (Konglomerat, 3/2
)
Nur halb präpariert, aber bewusst und nicht aus Faulheit  (Andreas E. Richter; 2.2.2012)  (Präparation, 1/1)
Bernsteinwälder: Ökologische Studien zur Harzproduktion  (Beate Hentschel; 1.2.2012)  (Konglomerat, 3/2)
Ein prächtiger Sonnenschwamm aus Misburg  (Sönke Simonsen; 1.2.2012)  (Konglomerat, 3/3)
Das Februar-Rätsel - fürchterlich schwer!  (Redaktionell; 1.2.2012)  (Konglomerat, 2/2)
Auch eine Frage des Druckluft-Stichels...  (Victor Schlampp; 1.2.2012)  (Präparation, 2/3)
Monatsfossil Februar:  Schizechinus serialis aus dem Unterpliozän der Provinz Murcia in Südspanien
(Andreas E. Richter; 1.2.2012)  (Depot Monatsfossil, 5/7) 
(Siehe unten)  (Frei zugänglich)

Beachtenswerte Ammoniten-Funde im Treuchtlinger Marmor  (Michael Reinhardt; 29.1.2012)  (ForumFossil, 3/4)
"Transsilvanien" steht auch bei Fossiliensammlern meist nur für Dracula  (Andreas E. Richter; 28.1.2012)
(Konglomerat, 4/3)
Ammoniten realistisch und auf Postwertzeichen  (Andreas E. Richter; 26.1.2012)  (Hinweise, 3/2)  (Frei zugänglich)
Ein Kleiner mit Ohr, präparationsbedürftig...  (Andreas E. Richter; 26.1.2012)  (Konglomerat, 4/4)
Ein Ichthyosaurier-Wirbel aus dem Muschelkalk  (Andreas E. Richter; 25.1.2012)  (Konglomerat, 5/8)
Jahrgangs-CD 2011 von Leitfossil.de  (Redaktionell; 23.1.2012)  (Hinweise, 3/3)  (Frei zugänglich)
Mikro-Koprolithe als Füllung eines Seeigel-Gehäuses aus dem Hauterive der Provence  (Gero Moosleitner; 23.1.2012)
(Konglomerat, 3/1)
Angesäuerte Magma als treibende Kraft: Wie diamanthaltige Kimberlite an die Oberfläche kommen  (Luise Dirscherl;
23.1.2012)
 (Geologisches, 2/2)
Cephalopoden–Neufunde aus den Raibler Schichten des Mieminger Gebirges  (Martin Strasser; 23.1.2012)  (Funde, 3/3)
Noch ein Placodus-Zahn, diesmal aus Neidenfels  (Andreas E. Richter; 5.1.2012)  (Funde, 4/6)
Weitere Fossilien aus dem Oxford der Calvados-Küste  (Heidi Friedhoff; 21.1.2012)  (ForumFossil, 5/11)
Im Oxfordien der Calvados-Küste  (Andreas E. Richter; 17.1.2012)  (Fundstellen, 49/124)
Eine wunderschöne Ardescia aus Gräfenberg  (Bernd Nies; 17.1.2012)  (Funde, 2/2)
Erdbeben trafen Japan und Neuseeland am härtesten  (Monika Landgraf; 13.1.2012)  (Geologisches, 2/1)
Ein weiterer Seeililien-Nachweis aus dem Weißjura gamma von Gräfenberg  (Volker Kriegisch; 13.1.2012)
(ForumFossil, 1/2)
Algen vor einer Milliarde Jahren weniger verbreitet als angenommen
(Beate Hentschel; 13.1.2012)  (Konglomerat, 1/2)
Bitterfelder Mineralien- und Fossilien-Tauschtag: 18. März 2012  (Redaktionell; 13.1.2012)  (Hinweise, 1/1)
(Frei zugänglich)
Gebissen oder zerschellt?  (Victor Schlampp; 3.1.2011)  (Konglomerat, 4/4)
Die beliebte Nürnberger Gartenstadt-Börse: 18. März 2012  (Redaktionell; 12.1.2012)  (Hinweise, 1/1)  (Frei zugänglich)
Wie der Schild eines Kreuzritters!  (Victor Schlampp; 3.1.2011)  (Konglomerat, 1/1)
Veranstaltungsprogramm des Kulturbundes Treptow  (Redaktionell; 12.1.2012)  (Hinweise, 1)  (Frei zugänglich)
Die Hohe Kunst der Ceratiten-Verbesserung  (Andreas E. Richter; 18.12.2011)  (Praktisches, 5/5)
Auf Saurier-Jagd in Oberfranken!
 (Ralf Krause; 7.1.2012)  (Funde, 7/14)
Die moderne Plattentektonik und das Bild der Erde  (Franz Ossing; 5.1.2011)  (Geologisches, 4/4)
Extreme Skulptur-Veränderung an einem Pleuroceras  (Andreas E. Richter; 5.1.2012)  (Funde, 2/2
)
Die Mammutjäger von Dolní Vestonice  (Andreas E. Richter; 4.1.2012)  (Konglomerat, 4/5)
Cyrtiinae – Brachiopoden mit pyramidenförmiger Stielklappe  (Andreas E. Richter; 3.1.2012)  (Lehrreiches, 4/6)
Das Januar-Rätsel ist schon gelöst  (Andreas E. Richter; 3.1.2012)  (Konglomerat, 3/3)
Eine seltene Muschel aus dem Weißjura beta von Gräfenberg  (Victor Schlampp; 3.1.2011)  (Konglomerat, 1/1)
Erfolgserlebnis binnen 15 Minuten – Blitzpräparation eines Belemniten  (Victor Schlampp; 1.1.2012)  (Präparation, 3/4)
Paläontologisches Museum München - Fossil des Monats Januar:  Fossilstufe mit Turmschnecke und Ammoniten aus der
     Obertrias von Timor
  (S. KÖLBL & Alexander NÜTZEL; 1.1.2012)  (Hinweise, 2/1)
Ein Neufund (fast) aus dem Keller oder: Ein weitgereister Goniatit  (Andreas E. Richter; 1.1.2012)  (Funde, 3/4)
Tongrube Buttenheim: Ein faszinierendes Fenster in die Zeit des Unterjura  (Martin Strasser, Daniela Walch & Valentin;
     1.1.2012)
 (Fundstellen, 8/13)
Das Januar-Rätsel - sehr, sehr schwer!  (Redaktionell; 1.1.2012)  (Konglomerat, 2/2)
Liebig Serie Nr. 1053: "Bilder der Vorwelt"  (Andreas E. Richter; 1.1.2011)  (Aberrantes, 8/12)
Zur Erhaltung der Schwarzjura-Delta-Deponie-Ammoniten Oberfrankens  (Walther F. Zenske; 1.1.2012)
(Fundstellen, 13/31)
Monatsfossil Januar:  Koralle aus dem Oberpliozän von La Belle/Florida   (Andreas E. Richter; 1.1.2012)  (Depot Monatsfossil, 3/4)


Für kurze Zeit sind noch die folgenden Beiträge aus dem Jahrgang 2011 zugänglich:

Fossilien selber züchten!  (Siegfried Schwaiger; 23.12.2011)  (Aberrantes, 1/1)
Weißjura-Ammos vom höchsten Dorf der Schwäbischen Alb  (Uli G. Sauerborn; 20.12.2011)  (Fundstellen, 4/6)
Sammlungs-Unterbringung 23: Standesgemäße Sockel für besondere Objekte!  (Andreas E. Richter; 18.12.2011)  (Praktisches, 7/12)
Band 3 der spanischen Seeigelbuch-Reihe: Spatangoida  (Manuel Saura Vilar; 13.12.2011)  (Hinweise, 3/3)  (Frei zugänglich)
Jogging-Ammonit (ein Riese!) von der Ostalb  (Uli G. Sauerborn; 11.12.2011)  (Funde, 3/9)
Mein Besuch der "Mineralien Hamburg 2011" (Ralf Krause; 10.12.2011)  (Börsen, 7/9)
Chronologie einer Exkursions-Vorbereitungs-Exkursion nach Südfrankreich. Oder: So schön kann Arbeit sein!
(Andreas E. Richter; 5.12.2011)
 (58 S., 166 Abb.)
Pleuroceraten aus der Frankenalb und dem Tecklenburger Land  (Ralf Krause; 20.11.2011)  (Funde, 2/3)
Von Sainte Marie nach Colmar!  (Andreas E. Richter; 19.11.2011)  (Hinweise, 1)  (Frei zugänglich)
Richter-Reisen-Exkursion "Grands Causses und ein bisschen Midi "  (Exkursionsvorschau zu einer Richter-Reisen-Exkursion im Mai 2012  (Andreas E. Richter; 13.11.2011)  (www.richter-fossilien-reisen.de, 122 /375)  (Frei zugänglich)
Impressionen von der Granit-Hochfläche der Montagne de la Margeride/Frankreich  (Andreas E. Richter; 1.11.2011)  (Geologisches, 9/17)
"Dino & Co. - Saurier der Dolomiten" - Sonderausstellung im Naturmuseum Südtirol, Bozen, vom 18. Oktober 2011 bis zum 8. April 2012  (Verena Girardi; 17.10.2011)  (Hinweise, 1/3)  (Frei zugänglich)
"Wiederholungstäter“ aus Überzeugung - immer wieder gerne: Ein Besuch im Maison du Fossile in Lion-sur Mer
     (Gabo Richter; 8.9.2011)
 (Museen, 11/35)
Dünnschliff-Fotografie mit dem Digital-Mikroskop und dem Mikroskop-Halter  (Andreas E. Richter; 30.8.2011)
(Mikromania, 7/15)
Der Urvogel Archaeopteryx in der Philatelie: Neue Sonderbriefmarke der Deutschen Post mit Archaeopteryx-Motiv
(Ralf Krause; 15.8.2011)  (Aberrantes, 4/5)
Sammler und Sammlung Rudi Hackenbeck  (Andreas E. Richter; 12.6.2011)  (Sammler, 17/27)

 



Die Auflistung der gesamten Beiträge des Jahres 2010 kann in den "Kurzfassungen" angeschaut werden oder alternativ im
Gesamt-Inhaltsverzeichnis (Bild unten anklicken).
Dort sind die Beiträge nach Sachgebieten geordnet (Funde, Fundstellen, Präparation usw.).


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Woche für Woche finden Sie hier neue Beiträge zu den verschiedensten Themen unseres Hobbies. Unser "Leitfossil" ist (manchmal) fast schon eine Tageszeitung.

Ein weiterer großer Vorteil gegenüber den Druckmedien liegt in der Bebilderung -
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Im "Leitfossil" schreiben Fossiliensammler und Wissenschaftler über alle für interessierte Sammler interessanten Themen:
Aktuell, vielseitig, informativ und lehrreich und auch gut verständlich.

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was mit unserem Hobby zusammenhängt:

Wir führen Sie zu brandaktuellen, "normalen" und klassischen Fundstellen,
helfen Ihnen bei der Präparation und Bestimmung Ihrer Funde,
führen Sie zu den kleinen und ganz kleinen Fundstücken ("Mikromania"),
vermitteln Ihnen Informationen über alte und neue Literatur,
zeigen Ihnen Museen und Ausstellungen,
begleiten Sie zu geologischen Sehenswürdigkeiten,
stellen Ihnen Sammleroriginale und originelle Sammlungen vor,
berichten über besondere Funde und sonstiges Beachtenswertes,
erzählen über Fossilienbörsen,
liefern praktische Tipps z.B. zur Fossilienfotografie usw.,
schreiben aber auch über "nur" Lehrreiches,
und schließlich über
Randerscheinungen ("Aberrantes") - was man im Rahmen Geologie/Paläontologie noch so alles sammeln kann.

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Fossil des Monats Februar

Abbildung 1 (oben):  Schizechinus serialis (POMEL, 1887) aus dem Unterpliozän der Umgebung von Águilas, Provinz Murcia/Südspanien; i.leg. 1988. Corona von der Aboralseite. Es handelt sich um das Gehäuse eines jugendlichen Tiers; der Durchmesser beträgt 4,5 cm. Eine Besonderheit ist das weitgehend erhaltene Apikal-System.

Das Monatsfossil Februar ist ein Seeigel:

Schizechinus serialis (POMEL, 1887) aus dem Unterpliozän der Provinz Murcia in Südspanien.

Seeigel der Gattung Schizechinus sind bekannt aus dem Miozän und Pliozän von Südeuropa, vor allem aus dem Mittelmeergebiet sowie aus Nordafrika. Die Gattung Schizechinus wurde 1869 von POMEL errichtet (Typus-Art Anapesus tuberculatus POMEL, 1887).

Das Gehäuse kann groß sein. Es hat immer eine flache Oralseite und ist mäßig hoch bis niedrig kugelförmig gewölbt. Das Apikal-System ist dizyklisch, aber in der Regel nicht erhalten. Die Ambulakal-Platten haben trigeminate Porung, wobei die Poren-Paare zu jeweils dreien angeordnet sind. Die Ambulakral- und Interambulakral-Platten haben viele etwa gleichgroße Stachelwarzen - im Ambitus-Bereich zwei auf den Ambulakral-Platten und bis zu fünf auf den Interambulakral-Platten.

Komplette Gehäuse sind nicht unbedingt das tägliche Brot des Fossiliensammlers, aber es gibt z.B. in Südspanien einige Gebiete, wo man mit Aussicht auf Erfolg sammeln kann. Die bekannteste und häufigste Form ist dort die Art Schizaster serialis, die auch im Pliozän von Italien und Tunesien auftritt. Vor allem in den spanischen Provinzen Murcia und Almería bestehen Sammelmöglichkeiten in der Sandfazies des Unterpliozän.

Weitere Arten sind z.B. Schizechinus duciei (WRIGHT, 1855) (Miozän von Malta und Algerien), Schizechinus dux (LAUBE, 1873) (Mittelmiozän, Österreich), Schizechinus saheliensis (POMEL, 1887) (Miozän von Algerien; ?Pliozän der südspanischen Neogenbecken), Schizechinus candeli LAMBERT, 1931 (Miozän von Marokko, ?Pliozän der südspanischen Neogenbecken)

Abbildung 2 (oben):  Das Handstück mit dem aufsitzenden Seeigel. Der Block wurde in etwa dieser Größe geborgen, der im Gelände nur zu einem kleinen Teil sichtbare Seeigel dann zu Hause frei präpariert.

Abbildung 3 (oben):  Ansicht der Corona von schräg oben.

  

Abbildung 4 (oben links):  Interambulakral-Feld etwa im Ambitus-Bereich. Gut erkennbar die trigeminate Porung und die mit je zwei Hauptstachelwarzen besetzten Platten.
Abbildung 5 (oben rechts):  Großaufnahme des Apikal-Systems. Gut erkennbar die Madreporenplatte und die eingezogen sitzenden Ocular-Platten I und V (V ist nicht erhalten).

In den Neogenbecken Südspaniens, z.B. in den Provinzen Murcia und Almería , kann man mit Geduld schöne Exemplare dieser Art sammeln. In den Wüstenlandschaften Almerías und im Bereich der Tomatenlandschaften in der Umgebung von Águilas (Provinz Murcia) sammelt man wandernd oder wandert sammelnd, und viel wichtiger als ein Hammer ist dort ein scharfer Blick. In den teils großflächig ausstreichenden Sanden und Sandmergeln des Unterpliozän stecken viele Fossilien, z.B. Muscheln, Balaniden, auch Brachiopoden und eben hin und wieder auch Seeigel, z.B. eben Schizechinus, Clypeaster, sogar Cidaris, auch Echinus, Schizaster, Brissus, Echinolampas.

Beim Sammeln muss man die freiliegenden Sandflächen ganz genau mustern und auf kleine Gehäuseteile achten – je tiefer das Gehäuse noch im Gestein sitzt, desto besser ist unsere Chance, ein komplettes Gehäuse zu bergen. Was längerzeitig freiliegt, wird durch Starkregen (auch den gibt es hier manchmal!) und Hangschutt-Rollung zerstört. Entdeckt man solch einen Seeigel, dann muss man ihn großflächig umgraben, am besten mit einem kräftigen Messer oder auch – vorsichtig! – mit einem Hammer. Präpariert wird dann zu Hause.

Abbildung 6 (oben):  Typisches Bild aus den Sandlandschaften bei Águilas. Im Top des Hügels sehen wir karbonatische Härtlings-Schwarten („Taffoni“), unter denen (wie auch unter allen anderen Überhängen) nicht selten gut erhaltene Fossilien sitzen: Hier konnte keine mechanisch bedingte Zerstörung stattfinden. Ansonsten – Opuntien, eine Agaven-Blütenstand und einige Sammler. Foto 1988.

Abbildung 7 (oben):  Und so wird man dann beim Sammeln von den Seeigeln „angeschaut“! Das Messer liegt schon bereit, dient hier erst einmal als Maßstab, und beim Graben hofft man dann inständig, dass die Corona vollkommen erhalten sei! Was in diesem Fall auch zutraf, trotz der Sprünge im Gehäuse. Foto 1988.

Sammlung, Fotos und Text A.E.R.

 



Zu besonderen Anlässen publizieren wir kleine Bildbiographien über uns und unsere Korrespondenten.
Bisher erschienen: Andy 60, Gabo 50, Melly 30, Walther 50 und Frank 40 Jahre. Bilder anklicken!

   

 

 


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